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Den SG-Handballern geht das Personal aus

Lokalsport: Den SG-Handballern geht das Personal aus
Der Nächste: Handball-Drittligist Ratingen muss improvisieren, wenn Rückraumspieler Dominic Kasal (Mitte) und Abwehr-Stabilisator Damian Janus fürs Heimspiel gegen Lemgo ausfallen. FOTO: Achim Blazy (Archiv)
Ratingen. Der Drittligist muss gegen Lemgo wohl Dominic Kasal und Damian Janus ersetzen. Spielertrainer Simon Breuer ist trotzdem gelassen. Von Michael Deutzmann

Simon Breuer macht in diesen Tagen einen ziemlich entspannten Eindruck. Das liegt vor allem daran, dass der Handball-Drittligist SG Ratingen die wichtigste aller Personalfragen geklärt hat - und in deren Mittelpunkt steht der 32-Jährige selbst, der für weitere zwei Jahre als Spielertrainer an der Gothaer Straße arbeiten wird. Die Planungen lassen sich besser vorantreiben, wenn die Chefrolle geklärt ist. Die Mannschaft liefert außerdem im Moment wieder die passenden Ergebnisse , weil sie zuletzt zwei Auswärtsspiele hintereinander gewinnen und sich von den gefährlichen Plätzen absetzen konnte. "Wir haben da zwei gute Spiele gezeigt", sagt Breuer, der auf eine Fortsetzung in eigener Halle hofft. Allerdings trifft die SG heute Abend (18 Uhr, Gothaer Straße) auf eine kaum einzuschätzende Größe, denn die HSG Handball Lemgo II tritt als Zweite eines Bundesligisten häufig mit wechselnden personellen Aufgeboten an.

"Es ist unheimlich schwierig, sich darauf einzustellen", sagt Breuer, der es in dieser Hinsicht mit der eigenen Mannschaft einfacher hat. An den Verzicht auf den Langzeitverletzten Arthur Giela und Linkshänder Johann Oesterwind haben sich die Ratinger inzwischen gewöhnt. Doch vor dem letzten Drittel der Saison droht die ohnehin dünne Decke noch knapper zu werden, denn Dominic Kasal fällt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus. Den 24 Jahre alten Spielmacher plagen seit Längerem Schmerzen im vor der Winterpause gebrochenen Sprunggelenk - und er soll die Verletzung jetzt lieber auskurieren. Wie wichtig Kasal fürs Ratinger Spiel ist, zeigte der jüngste 27:25-Erfolg beim TuS Volmetal, denn hier erzielte er nach dem Wechsel in einer engen Partie die beiden Tore zum 21:20 (42.) und 24:22 (47.). Ähnlich hart trifft die SG die Verletzung von Damian Janus, der seit dem Training am Donnerstagabend unter einer Oberschenkelzerrung leidet. Breuer stellte sich darauf ein, dass er den gewöhnlich aus Sebastian Bartmann und Janus bestehenden Mittelblock umbauen muss.

"Ich glaube trotzdem an einen Sieg", betont der SG-Trainer, dessen Team vor den eigenen Fans zuletzt vor mehr als zwei Monaten beide Punkte einfuhr - am 12. Dezember beim 32:26 über den Tabellenletzten ATSV Habenhausen. Danach gabs mit dem 29:34 gegen den Neusser HV und erst recht dem 22:23 gegen den Soester TV zwei schmerzhafte Niederlagen, die das Heimkonto auch stark belasteten. Durch die beiden Auswärtssiege hat die SG momentan in fremden Hallen sogar mehr Zähler gewonnen (12:10) als in den Heimspielen (10:10).

"Ich hätte gerne ein paar Leute mehr", erklärt Breuer. Und das trifft zuerst auf die Gegenwart zu, in der er als Verantwortlicher fürs Team allerdings bis zum Abschluss der Saison nur den personellen Mangel verwalten kann. Das trifft aber auch auf die Zukunft zu, in der sich der Kader deutlich breiter präsentieren wird. Der SG-Spielertrainer geht davon aus, dass sich manche seiner Ideen umsetzen lassen. Nicht zuletzt deswegen macht er in diesen Tagen einen entspannten Eindruck.

Quelle: RP
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