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Lokalsport
Der LTC ist krasser Außenseiter in Liga zwei

Ratingen. Der Tennis-Club startet heute in die Saison. Einziges Ziel ist der Klassenverbleib.

Zufälle gibt es im Tennis immer wieder. Sei es während eines Spiels durch überraschende oder glückliche Schläge oder neben dem Platz durch äußere, in dem Fall berufliche Umstände. Ganze 500 Meter trennen Isabel Fernandez nur von ihrer Praktikumsstelle und der Anlage des Lintorfer TC (LTC). "Sie ist uns zugelaufen. Und dann haben wir schnell gemerkt, was sie kann", sagt Teamchef Manfred Büth über die einzige ausländische Spielerin im Kader. Und ihr Können soll der spanische Neuzugang am besten schon heute (ab 11 Uhr) zum Auftakt der 2. Bundesliga Nord gegen den Braunschweiger THC unter Beweis stellen.

Die mit dem ersten Heimspiel verbundene Rückkehr auf die Bühne der Zweitklassigkeit ist allerdings eine Geschichte mit mehreren Kapiteln. 2012 stieg der LTC in die Regionalliga ab, verzichtete im darauffolgenden Jahr als Meister auf den direkten Wiederaufstieg und kehrte wegen des Aufstiegsverbotes der 2. Damen vom Stadtnachbarn und Deutschem Meister Ratinger TC als Tabellenzweiter zur neuen Saison in die Zweite Liga zurück. "Natürlich steht für uns jetzt nur der Klassenerhalt im Fokus. Dafür werden wir alles in die Waagschale werfen", betont Büth.

Doch bei aller Euphorie bleibt der Ehrenvorsitzende des LTC realistisch. "Die Chancen sind sehr gering. Wir haben auf ein kostenträchtiges Team verzichtet und gehen mit unserer bewährten Mannschaft an den Start", erklärt Büth. Mit Sarah Gronert, Franziska Etzel und Daniela Kalthoff bekleiden drei erfahrene Spielerinnen die Spitzenpositionen, dahinter folgen mit Laura Heinrichs und Emelie Luisa Schwarte zwei weitere Neuzugänge.

Vor welcher Aufgabe die Lintorfer stehen, zeigt allein der Blick auf die Kaderstruktur der Konkurrenz. Während der LTC als einziger Verein keine Spielerin mit einer Weltranglisten-Position stellt, reist der kommende Gegner und Top-Favorit aus Braunschweig mit bis zu fünf gesetzten Akteurinnen nach Ratingen. "Sie sind uns normalerweise haushoch überlegen. Wir wollen ordentliche Spiele abliefern, so viele Punkte wie möglich sammeln und uns gut verkaufen", sagt Büth.

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