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Der TuS will wieder zurück an die Spitze

Lokalsport: Der TuS will wieder zurück an die Spitze
Niki Töpfer (mit Ball) ist seit Wochen schwer erkältet - Trainer Christian Beckers ist schon froh, wenn es beim Rechtsaußen für ein paar Kurzeinsätze reichen würde. FOTO: Blazy
Ratingen. Ein Sieg allein reicht nicht: Um Erster zu werden, muss Überruhr verlieren. Ratingen und Angermund spielen gegen Kellerkinder. Von Werner Möller

Der TuS Lintorf hat sie wieder im Visier, die Spitze der Handball-Verbandsliga. Es steht der vorletzte Hinrundenspieltag an und die SG Langenfeld II ist zu Gast am Breitscheider Weg (heute, 18 Uhr). Der Tabellenachte bezwang zuletzt Mettmann Sport in eigener Halle und sorgte damit für reichlichen Nervenkitzel im Kampf um die Krone. Denn wenn so ziemlich zeitgleich zum Spiel des TuS der Tabellenführer SG Überruhr gegen Wermelskirchen seinen Heimvorteil nicht nutzt und die Lintorfer gleichzeitig gewinnen, dann steht die Mannschaft vom Breitscheider Weg wieder ganz oben.

Dieser Platz soll unbedingt, wenn auch nicht auf Anhieb, zurückerobert werden. Aber Manager Kalle Töpfer ist vor dem Langenfeld-Heimspiel skeptisch: "Uns fehlen immer noch einige Spieler. Und was Langenfeld drauf hat, bekam zuletzt Mettmann zu spüren." Gerade seine Söhne Niki und Tobi sind die großen Sorgenkinder. Niki, Linkshänder und schneller Rechtsaußen, plagt seit Wochen eine schlimme Erkältung, die kein zielgerichtetes Training zulässt. Trainer Christian Becker ist schon froh, wenn er ihn wenigstens für Kurzeinsätze bringen kann. Und Tobi, der Torwart, der die beste Saison seiner langen Laufbahn spielt, ist mit dem Fuß umgeknickt. Beckers: "Ich gehe erst einmal davon aus, dass Laurits Gerdes 90 Minuten lang das Tor hütet. Er kann das aber, wir alle sind davon fest überzeugt." Neuzugang Marius Haverkamp ist im Urlaub und ob Stefan Sossalla spielt, steht auch noch in den Sternen. Seine Wurfarmverletzung, im Pokalspiel gegen TV Ratingen erlitten, ist noch nicht abgeklungen. Max Kronenberg dagegen sollte seine Erkältung überwunden haben und gegen Langenfeld auflaufen.

Der TV Angermund hat nur einmal verloren in den letzten neun Spielen. Wäre der Start besser gelungen (zwei Auftaktniederlagen), wären die Blau-Weißen ganz oben dabei. Aber Trainer Uli Richter sieht dies locker vor dem Auswärtsspiel beim Schlusslicht TB Wülfrath: "Wer bei uns unzufrieden ist, der jammert auf hohem Niveau. Platz vier ist mehr als erfreulich. Und es ist doch klar, dass wir viel näher oben ran wollen." Also müssen seine ohnehin auswärtsstarken Schützlingen in der Nachbarstadt siegen (heute, 18.15 Uhr). Und mit der Favoritenrolle klarkommen, denn in den fünf Auswärtsspielen wurden sieben Punkte eingefahren. Zudem ist Wülfrath daheim sieglos. Dort ist Trainer Andre Döpper wegen der schlechten Tabellenlage zurückgetreten, nun soll Kai Buschhaus die Liga erhalten und Abteilungsleiter Jörg Märtens unterstützt ihn. Märtens: "Wir haben immer noch viele verletzte Spieler. Vor allem am Kreis sind wir schwach besetzt. Dennoch, wir freuen uns auf Angermund." Beim TVA ist Kreisläufer Niko Merten nicht mehr dabei, er wird einige Monate in Asien verbringen.

Ebenfalls in eine fremde Halle, zum alten Rivalen TV Kettwig, muss der TV Ratingen (heute, 17.30 Uhr, Hauptstraße). Die Gastgeber sind mit sechs Punkten Drittletzter und stehen unvermindert unter Druck. Aber auch die Ratinger dürfen sich nicht zurücklehnen: Platz zehn und nur neun Punkte - das ist noch lange kein Brett. Trainer Ralf Timborn: "Kettwig ist erheblich besser, als es die Tabelle aussagt. Das wird eine harte Nuss. Aber man weiß ja, an einem guten Tag können wir jeden schlagen." Oder gegen jeden verlieren. Er hofft, dass Moritz Metelmann auflaufen kann, Max Beckmann fällt noch länger aus (Bänderverletzung) und Chris Schweinsberg ebenfalls. Kettwig stellt einen starken Rückraum mit Moritz Bring, dem Ex-Ratinger Lennart Möller und Marc Bing. Alles junge, ehrgeizige Handballer, die bestimmt nicht absteigen mögen.

Quelle: RP
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