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Derby: SG Ratingen trifft auf TuS Lintorf

Lokalsport: Derby: SG Ratingen trifft auf TuS Lintorf
Simon Breuer (Mitte) kann im Turnier wohl nicht auflaufen und wird als Trainer auf der Bank platznehmen. FOTO: AB/AR
Ratingen. Beim Sven Maletzki-Cup spielen die beiden Ratinger Top-Teams gegeneinander. Morgen geht es los. Von Nils Jewko

Simon Breuer hat es selbst nicht miterlebt. Doch natürlich weiß der Spielertrainer der SG Ratingen, der 2015 zum Handball-Drittligisten wechselte, über den Titelgeber des Sven-Maletzki-Cups Bescheid. "Das ist eine ganz tragische Geschichte. Er hat viele Aufgaben im Verein übernommen und sich sehr mit dem Klub identifiziert. Das Turnier ist eine schöne Sache, um daran zu erinnern und ihn im Gedächtnis zu behalten", sagt Breuer. Er ist, wie der Name des Cups bereits sagt, Sven Maletzki. Drei Jahre ist es her, als sich das Gründungsmitglied der SG und damaliger Trainer der zweiten Mannschaft bei einem Spiel selbst einwechselte und nach einem Herzstillstand auf dem Feld verstarb.

Maletzki zu Ehren wurde das Vorbereitungsturnier des Löwenrudels umbenannt und wird in diesem Jahr zum zweiten Mal in seinem Namen ausgetragen. "Wenn ein Kamerad, der an allen Ecken präsent war, stirbt, vergisst man das nicht so schnell", sagt Manager Bastian Schlierkamp. Nicht zuletzt, weil Maletzki kurz vor seinem Tod angekündigte, die zweite Mannschaft bis 2016 in die Landesliga führen zu wollen. Heute lässt sich sagen: Die SG hat die Mission erfüllt.

Acht Teams kämpfen morgen und am Sonntag in der Sporthalle an der Gothaer Straße um den Pokal, darunter ist mit dem HV Hurry Up auch eine Spitzenmannschaft aus den Niederlanden. In der Gruppe B trifft der einzige internationale Teilnehmer auf den Gastgeber, den TuS Lintorf und den TV Aldekerk. In der Gruppe A stehen sich mit der SG Langenfeld, dem Leichlinger TV, dem TV Korschenbroich und dem VfL Gladbeck drei Drittligisten und ein Oberligist gegenüber. Gespielt wird über zweimal 20 Minuten. Der Modus sieht Gruppen- und Platzierungsspiele vor. "Es ist insgesamt ein hochkarätiges Feld und ich freue mich, dass mit Lintorf ein weiterer Vertreter aus Ratingen dabei ist", sagt Schlierkamp.

Für die SG fällt das Turnier in die Anfangsphase der Vorbereitung. Drei Trainingseinheiten und zwei Testspiele wurden mit dem neuen Kader erst absolviert. "Wir nehmen langsam Fahrt auf, aber das noch nicht alles klappt, ist vollkommen normal", betont Schlierkamp. Daher sei das Turnier für Breuer auch keine erste Standortbestimmung, sondern eine ideale Möglichkeit wieder in einen Spielrhythmus zu finden. "Wir werden die nächsten Wochen voll brauchen, um uns einzuspielen. Der Grundgedanke sieht vor, dass jeder Spieler zum Einsatz kommen soll. Aber natürlich wollen wir uns bei unserem eigenen Turnier auch so gut wie möglich präsentieren."

Breuer selbst wird wegen Fersenproblemen nicht in das Geschehen eingreifen und seine Mannschaft nur von der Bank aus coachen können. Und das vorerst noch alleine. Auf der Position des Co-Trainers gibt es von Seiten der SG noch keine Neuigkeiten zu vermelden. "Wir machen uns da nicht verrückt, denn wir haben genug Know-How im Verein, um diese Phase zu überbrücken", sagt Schlierkamp. Zudem ist der Einsatz der Rechtsaußen Lennart Maesch und Dominik Jung noch fraglich.

Im zweiten Gruppenspiel kommt es für das Löwenrudel zum Aufeinandertreffen mit dem Lokalrivalen aus Lintorf, der als Außenseiter in das Turnier geht. Als Aufsteiger der neuen Oberliga Niederrhein steht für den TuS mit einem jungen Kader, der aktuell auf zwei Positionen verstärkt wurde, nur der Klassenerhalt im Fokus. "In der Regel spielen wir nicht gegen solch starke Teams. Deswegen wollen wir diese Erfahrung mitnehmen und ein für unsere Verhältnisse gutes Turnier spielen", erklärt Trainer Christian Beckers.

Quelle: RP
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