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Die Aliens sind noch nicht angekommen

Lokalsport: Die Aliens sind noch nicht angekommen
Noch schleichen die Ratinger ein wenig über das Eis: Marvin Moch, Matthias Potthoff und Benjamin Musga (von links) spielen am Wochenende gegen Dinslaken und Dortmund. FOTO: Sczcepanski
Ratingen. Der erste Saisonsieg des Eishockey-Regionalligisten war einer mit Höhen und Tiefen - nun folgen heute und Sonntag zwei Spiele. Von André Schahidi

Nachdem der Sieg am Ende doch noch unter Dach und Fach war, saßen die Spieler des Ratinger Eishockey-Regionalligisten im VIP-Raum am Sandbach und sinnierten beim Essen noch einmal über den schweren Auftakt gegen die Rockets aus Diez-Limburg. 6:3 hatten die Aliens schon geführt, um sich im letzten Drittel vom aufopferungsvoll kämpfenden Aufsteiger noch einmal die Butter vom Brot nehmen zu lassen - das Penaltyschießen musste schließlich den Auftaktsieg retten.

"Das war ein furchtbares Spiel", sagte Milan Vanek, der im Originalton noch etwas deutlichere Adjektive verwendete. "Aber man darf nicht vergessen: Unsere ersten fünf, sechs Spiele in der vergangenen Saison waren auch eine Katastrophe." Mit einem Unterschied: Die Aliens holten in der Vorsaison jeden einzelnen Punkt aus den ersten Spielen - den ersten Punktverlust musste das Team von Trainer Alexander Jacobs erst im Dezember bei einer Penalty-Niederlage gegen den Neusser EV hinnehmen. Nun nahmen die Gäste aus Limburg gleich im allerersten Saisonspiel einen Zähler mit in die Heimat.

"Ein durchwachsener Saisonstart ist für uns doch schon Standard", sagt Vanek. Da kommen die beiden nächsten Gegner vielleicht gerade recht. Denn heute Abend tritt der Regionalliga-Meister ist Dinslaken an, bevor Sonntag Dortmund das Eisstadion am Sandbach besucht. Dinslaken kennen die Aliens aus der Vorbereitung sehr gut. Zwei Duelle gegen die Kobras gab es - und zwei mal waren die Spiele (4:4, 3:2) extrem knapp. "Spiele in Dinslaken sind nie angenehm", meint Jacobs. "Zumal es die Mannschaft dort immer schafft, sich auch mit vermeintlich weniger Qualität immer in die Spiele hereinzuarbeiten. Wir wissen, was uns dort erwartet."

Dortmund indes ist in diesem Jahr eine Wundertüte. In den beiden Auftaktspielen gab es zwar zwei Siege mit insgesamt fünf Punkten - doch der Kader wurde aufgrund anderer finanzieller Voraussetzungen arg umgebaut. "Auf Papier sind die Stars zwar gegangen", sagt Jacobs. "Aber zwei Siege zum Auftakt zeugen natürlich trotzdem von Qualität, die uns von Dortmunder Seite erwartet."

Der niederländische Trainer dürfte im Auftaktmatch gesehen haben, dass noch viel Arbeit auf ihn wartet. Zwei Gegentore in eigener Überzahl kassierte sein Team in eigener Halle. "Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob wir in der vergangenen Saison überhaupt ein Unterzahltor bekommen haben", sagt er. Immerhin funktionierte das eigene Powerplay halbwegs, was die drei Überzahltreffer belegen. "Es geht darum, die richtigen Entscheidungen zu treffen, das haben wir gegen Diez ein paar Mal versäumt", sagt Jacobs. "Offensiv ist unser Überzahlspiel aber bislang durchaus ansehnlich, daher müssen wir an den Details arbeiten." Torjäger Milan Vanek ist optimistisch. "Wir haben jetzt unseren ersten Punkt abgegeben, das ist nicht mehr so gut wie im Vorjahr", sagt er. "Dann müssen wir die kommenden Spiele halt alle gewinnen."

Quelle: RP
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