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Lokalsport
Die Dritte Liga ist eine Wundertüte für das Löwenrudel

Ratingen. Zehn Teams liegen gerade einmal fünf Punkte auseinander. Immerhin: Die SG Ratingen steht in dieser Liste ganz oben. Von André Schahidi

Es ist ganz schön eng in der Dritten Handball-Liga. Die SG Ratingen ist Tabellenzweiter. Nein, nicht der Liga. Aber des Mittelfelds, das in dieser Saison schon ab Rang Fünf beginnt. 20:20 Punkte hat das Löwenrudel bislang gesammelt. Wie auch Neuss, der Fünfte, und noch zwei andere Teams. Dahinter kommen drei Teams mit 18, eins mit 17 und zwei Mannschaften mit 15 Punkten. Und auch deshalb ist das Gastspiel der Ratinger beim TuS Volmetal (heute, 19.45 Uhr), mit 18 Punkten nur Elfter der Dritten Liga, ein ganz wichtiges.

"Naturlich klingt ein Abstand von fünf Punkten zu den Abstiegsplätzen sehr gut", sagt Spielertrainer Simon Breuer. "Zumal noch viele Teams zwischen uns und Platz 15 stehen - das heißt, selbst wenn wir verlieren, rutschen wir nicht direkt dramatisch ab." Breuer ist sich der Tatsache aber absolut bewusst, dass seine Mannschaft in den zehn ausstehenden Spielen der Saison noch punkten muss, um den Abstieg sicher zu vermeiden. Auch wenn, nach Breuers Meinung, dafür nicht mehr furchtbar viele Zähler notwendig sind. "Ich denke, mit vier bis sechs Punkten wären wir auf der sicheren Seite", sagt er.

Die ersten beiden davon direkt im Hagener Stadtteil Volmetal einzufahren, klingt sicherlich reizvoll. "Leicht wird das aber nicht", warnt Breuer. Er verweist auf die starke Serie von 12:2 Punkten, die der Gegner zuletzt eingefahren hat. "Drei Siege, eine Niederlage, wieder drei Siege - das ist schon stark", betont der Spielertrainer. "Zumal Volmetal die letzten vier Heimspiele alle gewonnen hat. Da dürfen wir viel Selbstvertrauen erwarten, zumal Volmetal gegen uns auch etwas wiedergutzumachen hat."

Allerdings hat sich in dieser Saison gezeigt: Die Dritte Liga ist nicht nur tabellarisch eng, sondern auch sportlich. Jeder kann jeden schlagen. Die SG schlug bereits den Tabellenzweiten, verlor aber auch schon gegen den Viertletzten. "Jedes Spiel ist hart umkämpft, deshalb kommt es auf Kleinigkeiten an." Kleinigkeiten wie die personelle Besetzung. Da hat die SG zunächst Fakten geschaffen. Marcel Müller, der am vergangenen Wochenende in Schalksmühle den Siegtreffer erzielen, wird vorläufig bei der Ersten Mannschaft des Löwenrudels bleiben. "Die Reserve steht sehr gut da", betont Breuer. "Ich glaube, dass sein Fehlen dort verkraftet werden kann. Wir aber brauchen nach dem Ausfall von Arthur Giela jeden Spieler."

Bis auf den wurfstarken Rückraumspieler sind alle anderen Akteure der Ratinger weitgehend fit. Ben Schütte stieg diese Woche wieder ins Mannschaftstraining ein, auch Mike Schulz scheint seine Erkältung überwunden zu haben.

Quelle: RP
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