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Lokalsport
Die Horror-Saison der SG endet heute

Ratingen. Beim TV Korschenbroich steht das letzte Spiel des Handball-Drittligisten an. Es droht die 27. Saisonpleite. Von André Schahidi

Simon Breuer ist ehrlich. "Nach so einer Saison ist man froh, wenn sie vorbei ist", sagt der Spielertrainer der SG Ratingen. Ein Spiel müssen Breuer und seine Schützlinge dafür noch überstehen - heute Abend (19 Uhr) am letzten Spieltag der Drittliga-Saison in Korschenbroich. Siegchancen? Praktisch keine. "Wir wollen wenigstens mit einem ordentlichen Gefühl aus der Saison gehen", betont Breuer.

Doch das wird schwer. Denn zusätzlich zum ohnehin vorhandenen Qualitätsmangel im Kader geht das Löwenrudel auch noch personell am Stock: Marcel Müller und Lennard Maesch fallen in Korschenbroich zusätzlich aus. "Wir werden wahrscheinlich nur neun Feldspieler haben", sagt Breuer, für den ein Ende seiner eigenen spielerischen Auszeit dennoch kein Thema ist. "Ich will mich richtig auskurieren", sagt Breuer. "Da bringt es nichts, wenn ich in einem Spiel, in dem es sportlich um nichts mehr geht, noch einmal auflaufe."

So wird die SG höchstwahrscheinlich die 18. Niederlage in Folge einfahren, natürlich ein Rekord in der noch jungen Vereinsgeschichte. Wohl auch deshalb richten sich bei der SG Ratingen schon jetzt alle Blicke auf die kommende Saison - dann soll es in der Nordrheinliga den Neustart geben. Mit einem ziemlich veränderten Team. "Wir haben sieben, acht Abgänge", betont Breuer. "Das hat aber auch Vorteile, da wir neu anfangen. Da kann sich nächstes Jahr keiner mehr hinter der aktuellen Saison und ihrem Verlauf verstecken."

Breuer freut sich vor allem schon jetzt drauf, dass seine anstrengende Doppelrolle als Spieler und Trainer endet. "In der jetzigen Konstellation war das sicherlich nicht optimal", sagt Breuer, der froh ist, dass in Khalid Khan ein hauptamtlicher Trainer kommen wird. "Wir haben noch nicht über die künftige Rollenverteilung gesprochen", sagt er. "Aber ich gehe davon aus, dass ich weiter eine wichtige Rolle spielen kann, sei es bei der Spielerverpflichtung, im Training oder beim Video-Studium."

Und trotz der desaströs verlaufenen Saison nimmt Breuer durchaus schon Positives mit in die Pause, die ab Dienstag - dann ist das letzte Training der Saison - beginnt. "Carsten Jacobs hat sich zum Beispiel sehr gut gemacht", sagt Breuer. "Er ist unser zweitbester Torschütze. Leider musste er viel zu früh zu viel Verantwortung tragen, dabei hätte er selbst auch mal jemanden gebraucht, an dem er sich festhalten kann. Ich gehe davon aus, dass er kommende Saison eine gute Rolle spielt." Selbiges glaubt der Noch-Spielertrainer auch von jungen Spielern wie Dominik Jung und Lennard Maesch, die sich Außen gemacht haben. "Ganz wichtig ist auch, dass wir einen gleichwertigen zweiten Torhüter gefunden haben", betont Breuer. "Das wird David Ferne im Tor sehr entlasten und besser für alle sein."

Quelle: RP
 
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