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Die SG Ratingen geht entspannt in den Saison-Endspurt

Lokalsport: Die SG Ratingen geht entspannt in den Saison-Endspurt
Dominic Kasal (r.) und Sebastian Bartmann (l.) wollen gegen Gladbeck eine ordentliche Leistung abliefern. FOTO: Blazy
Ratingen. Die letzten Spiele sind für den Handball-Drittligisten nur noch ein Schaulaufen - ganz anders für den heutigen Gegner Gladbeck. Von André Schahidi

Seinen Spielern mitten in der "heißen" Saisonphase der Dritten Handball-Liga zehn Tage frei zu geben - diesen Luxus muss man sich erst einmal leisten können. Richard Ratka tat genau das in der dreiwöchigen Osterpause. Er belohnte seine Spieler für die unglaublichen Kraftakte, die sie in dieser Spielzeit immer wieder leisteten. Auch heute in Gladbeck soll ein weiterer folgen.

"So ein paar Tage ohne Handball waren echt angenehm", sagt der Trainer. Seine Spieler seien in dieser Spielzeit mehrfach nicht nur an, sondern über die Grenzen der Belastbarkeit gegangen. Doch weil trotz ständiger Rumpfkader die Mannschaft mit positivem Punktestand auf Platz sieben steht, ist man rund um die SG mehr als entspannt. "Ich habe immer gehofft, dass wir in diese Lage kommen würden", betont Ratka. "Aber angesichts des Saisonstarts konnte man das natürlich nicht erwarten."

In den verbleibenden vier Spielen geht es für den Trainer nun vor allem darum, die Mannschaft bereits mit Blick auf die kommende Spielzeit noch besser zu formen. "Eigentlich ist das ein kontinuierlicher Prozess", sagt der erfahrene Coach. "Die Mannschaft wird im Sommer nicht umgebaut, wir bleiben im Kern zusammen." Einer wird jedoch fehlen: Rene Zobel, der in den vergangenen Spielen einen unglaublichen Leistungssprung machte. Er wechselt in die Erste Liga nach Balingen. "Seine Entwicklung konnte man nicht erahnen", sagt Ratka. "Aber uns war klar, dass er nicht ewig hier spielen würde. Das muss man hinnehmen." Zobel war nur mit Zweitspielrecht in Ratingen, gehörte er doch eigentlich TuSEM Essen. "Das Problem ist, dass wir diese Position im rechten Rückraum schwer besetzen können, weil Linkshänder rar sind. Wir versuchen da, Lösungen zu finden. Aktuell ist aber keiner auf dem Markt. Vereine um uns herum werfen im Moment nur so mit dem Geld um sich - aber das ist leider der Wettbewerb."

Der Wettbewerb im Tabellenkeller der Dritten Liga ist ebenfalls ein harter. Und Gegner Gladbeck ist mittendrin. Der VfL ging genau den umgekehrten Weg der SG: Nach einem ordentlichen Saisonstart wurden die Ruhrpottler immer weiter durchgereicht - und stehen nun nur noch einen Platz vor den Abstiegsrängen. Schon nach dem Hinspiel zwischen beiden Teams, das die SG gewann, unkte Ratka, dass es für Gladbeck - damals noch im sicheren Tabellenmittelfeld angesiedelt - schwer werden würde. Seine prophetischen Fähigkeiten scheinen zu funktionieren. "Für Gladbeck ist es fast die letzte Chance, es ist deren letztes Heimspiel", sagt Ratka. "Das wird ein hartes Spiel."

Quelle: RP
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