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Lokalsport
Die SG sucht nach personeller Verstärkung

Ratingen. Im Angriff soll noch ein wurfgewaltiger Rückraumspieler her. Heute gegen Dormagen (19 Uhr) gibt's wohl nichts zu holen. Von André Schahidi

Statistiken sind - gerade im Sport - oftmals hart. Gnadenlos offenbaren sie, was funktioniert. Und auch, was so gar nicht klappt. Im Falle des Handball-Drittligisten SG Ratingen sprechen die Zahlen in Sachen Angriffsbemühungen eine deutliche Sprache. "Wir haben die Wurfquote berechnet", sagt Geschäftsführer Bastian Schlierkamp. Und dabei kamen in Bezug auf das letzte Spiel gegen Ahlen ziemlich eindeutige Zahlen heraus: Während vom Kreis acht von acht Würfen verwandelt wurden, was eine 100-Prozent-Quote ergibt, und auch über Außen sieben von neun Würfen den Weg ins Tor fanden, ist die Quote aus dem Rückraum verheerend: Nur 13 von 32 Versuchen landeten im Netz - 41 Prozent. "Das ist unser Problem", sagt Schlierkamp.

Und so begibt sich die SG auf dem überschaubaren Transfermarkt auf die Suche. Das Profil des möglichen Zugang ist übersichtlich. "Einfache Tore aus dem Rückraum soll er erzielen können", fordert Schlierkamp. Mit einem Kandidaten werden Gespräche geführt - heute (19 Uhr) in Dormagen wird ein Neuer der Mannschaft indes noch nicht helfen können. Dafür ist die Zeit zu knapp.

Außerdem sucht Schlierkamp noch nach Verstärkung in der Abwehr. Aus aktuellem Anlass wäre die schon heute sehr hilfreich: Abwehrchef Damian Janus fällt aus - ein herber Schlag. "Ohne Damian wird es schwierig - gerade gegen ein Spitzenteam", sagt Breuer. "Wenn wir aber wirklich alle eine Top-Leistung bringen, sind wir auch in Dormagen nicht chancenlos.

Genau daran haperte es aber zuletzt des Öfteren. Auch Spielertrainer Breuer hatte zuletzt im Rückraum mit sich selbst und seiner Leistung zu kämpfen. Für Schlierkamp ist aber aber trotz der aktuellen Misere klar: Der Trainer steht nicht zur Disposition. "Wir planen langfristig und lassen uns nicht aus der Ruhe bringen", sagt Schlierkamp. "Wir haben Vertrauen in Simon und in seine Arbeit. Wir müssen nur gucken, wie wir ihn so entlasten, damit er seine Leistung wieder komplett bringen kann."

Allerdings muss das Löwenrudel auch in den kommenden beiden Spielen damit rechnen, dass sich am Horizont noch kein Lichtstreifen zeigen wird. Denn Dormagen und Hagen gehören als Absteiger aus der Zweiten Liga zu den Spitzenteams der Dritten Klasse. "Wenn wir die beiden Spiele hinter uns haben, hätten wir die ersten neun Spiele der Saison gegen die oberen neun Teams der Tabelle gespielt", sagt Schlierkamp. "Solch ein Startprogramm ist für das Selbstbewusstsein natürlich nicht sehr förderlich."

Das Positive daran ist jedoch: Nach den beiden Spielen kommen die ganzen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. "Dann werden wir sehen, wo wir wirklich stehen", meint Schlierkamp - und bis dahin ist vielleicht schon eine Verstärkung in Angriff und Abwehr für das Löwenrudel da.

Quelle: RP
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