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Lokalsport
Die SG unterschätzt den Letzten lange

Ratingen.. Im Duell gegen den Letzten droht eine Pleite - doch ein starker Schlussspurt sichert den 32:26-Erfolg. Von Patrick Schlos

Nichts beschrieb wohl den Spielverlauf der Partie der SG Ratingen gegen den ATSV Habenhausen am Samstagabend in der 3. Liga West besser, als ein Blick in die Gesichter der mitgereisten Begleiter auf der Gästetribüne: Wo zunächst grenzenlose Euphorie herrschte, machte sich spätestens ab der zweiten Halbzeit sichtliche Ernüchterung breit. Denn nach einer aus Sicht der SG Ratingen enttäuschenden ersten Halbzeit erreichten die Löwen durch eine engagierte Leistung am Ende noch einen deutlichen 32:26-Erfolg.

Dabei machten die Ratinger es ihrem Gegner in der ersten Halbzeit auch nicht schwer: Unkonzentriertheiten und Fehlpässe im Spielaufbau sorgten dafür, dass Ratingen nach den ersten Minuten, in denen sich die SG zunächst eine 3:0-Führung erspielte, schnell ins spielerische Hintertreffen geriet. Ab dem Treffer der Gäste zum 6:7 in der 17. Minute lief die SG dann bis zur Pause einem Rückstand gegen den aktuellen Tabellenletzten hinterher.

Insgesamt wirkten die Gäste im Duell des diesjährigen Aufsteigers gegen den vom Vorjahr deutlich frischer und waren der SG Ratingen meist um einen Schritt voraus. Auch eine Auszeit der SG, die das Trainerteam der Ratinger nach gleich drei Toren der Gäste in Serie nahm, brachte keine wirkliche Besserung und konnte die 11:14-Pausenführung der Gäste nicht verhindern.

"Wir haben Habenhausen meiner Meinung nach nicht den eigentlich nötigen Respekt entgegen gebracht", sagte SG-Spielertrainer Simon Breuer nach der Partie. Grundlegend änderte sich die Einstellung der Ratinger dann allerdings nach der Halbzeit: Spielertrainer Simon Breuer fand gemeinsam mit Co-Coach Richard Ratka offensichtlich die passenden Worte an sein Team, denn im zweiten Abschnitt entwickelte sich plötzlich ein deutlich offenerer Schlagabtausch zwischen beiden Mannschaften, bei dem die SG Ratingen nun immer deutlicher das Spielgeschehen bestimmte. Großen Anteil daran hatten vor allem Ratingens Torhüter Malte Jaeger, der mehrere sichere Torchancen der Gäste mit sehenswerten Paraden vereitelte, sowie Kreisläufer Sebastian Bartmann. Der bullige Spieler sorgte ein ums andere Mal für die benötigte Stabilität im Spiel der Ratinger und steuerte auch selbst noch vier Treffer zum Erfolg seiner Mannschaft bei.

In der 38. Spielminute schafften die Löwen dann die Trendwende: Den SG-Treffer zum 17:17 erkannte Schiedsrichter Christopher Hillebrand allerdings erst nach heftigen Protesten der Ratinger Bank und einer Verwarnung gegen Richard Ratka an. Das schien aber vor allem den ATSV aus dem Konzept gebracht zu haben, denn fortan spielten nur noch die Ratinger, die sich daraufhin rund zehn Minuten vor Schluss mit einem komfortablen Fünftorevorsprung absetzten. "Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, aber nicht mit dem Spiel insgesamt", sagte SG-Spielertrainer Breuer nach der vorletzten Partie des Jahres. Zum Rückrundenauftakt geht es am 19. Dezember zur HSG Varel-Friesland.

Quelle: RP
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