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Lokalsport
Dynamic Lips hat die Nase vorn

Ratingen. Die Überraschung beim 30. Großen Preis der Stadtsparkasse auf der Grafenberger Galopprennbahn aber war der zweite Platz der aus England angereisten und bereits siebenjährigen Stute Subtile Knife. Von Reiner Witsch

Dass Andreas Löwe und damit einer der dienstältesten Trainer hierzulande im Umgang mit Stuten ein ganz besonderes Händchen hat, stellte er jetzt wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis. Denn mit der dem Jockey Andreas Helfenbein anvertrauten dreijährigen Stute Dynamic Lips stellte er gestern nicht nur die Siegerin im mit 35.000 Euro dotierten 30. Grossen Preis der Stadtsparkasse Düsseldorf, sondern mit Donna Doria, geritten von Amateur Dennis Schiergen, auch noch die Drittplatzierte.

Anfang Juni hatte Dynamic Lips, die Excellent Art-Tochter, mit ihrem dritten Platz an gleicher Stätte in den zur Europa-Gruppe II zählenden German 1000 Guineas mit einem starken dritten Platz bereits deutlich auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt kam sie in weiterer Steigerung zu einem leichten Sieg mit einer dreiviertel Länge Vorsprung. "Sie hat sich weiter verbessert und die heutige Aufgabe leicht gelöst. Ich war schon früh im Einlauf sicher, dass es klappt", sagte Jockey Helfenbein.

Die Überraschung des Rennens aber war sicher der zweite Platz der aus England angereisten und bereits siebenjährigen Subtile Knife unter Jack Mitchell. Deren Betreuer Giles Bravery, der in Newmarket gerade einmal zwanzig Pferde betreut, strahlte fast noch mehr als der Sieger: "Sie ist tragend und wir wollten sie unbedingt mit einer Listenplatzierung ins Gestüt schicken. Sie war zwar schon in Schweden in einer derartigen Prüfung Dritte, aber dieser dritte Platz ist viel, viel mehr wert."

Ohne Siegchance waren sowohl die Totofavoritin Schützenpost als Siebte, als auch die beiden französischen Gäste von Henri Alex Pantall, von denen zumindest die Godolphin Stute Pabouche durch einen schlechten Rennverlauf entschuldigt ist; sie konnte aber mit viel Speed wenigstens noch auf Rang Fünf vorlaufen.

Die im Vorfeld als Mitfavoritin gehandelte Signora Queen war von ihrem bei der Parallelveranstaltung in Hannover weilenden Trainer Andreas Wöhler kurzfristig telefonisch abgemeldet worden.

Für die heimischen Trainer hätte der Renntag auf dem Grafenberg hingegen nicht besser beginnen können, denn gleich in der einleitenden Prüfung für die zweijährigen Pferde stellte Lokalmatador Sascha Smrczek mit Silver Cloud die Siegerin. In den Farben von Lucas Cranach, Gruppesieger und Düsseldorfer Galopper des Jahres, kam die von Francisco Franco Da Silva gerittene Stute gleich beim ersten Rennbahnauftritt vom Start weg führend leicht zum Zuge. Da er später mit Blue Diamond auch noch im besten Handicap des Tages die "Nase" vorne behielt, teilte er sich die Rolle des erfolgreichsten Trainers mit Erika Mäder, die sich ebenfalls über zwei Siege durch Lindaya und Twain freuen und so bei nur zwei Starter mit einer hundertprozentigen Ausbeute die kurze Heimfahrt nach Krefeld antreten konnte.

Gleich taten es den beiden bei den Reitern der gebürtige Österreicher Andreas Suborics, der mit Tendresse und Sound Check die Zahl seiner Saisonerfolge auf jetzt Siebzehn erhöhte, und der Brasilianer Francisco Franco Da Silva.

Quelle: RP
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