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Ellmann ist Ratingens neue Sturm-Hoffnung

Lokalsport: Ellmann ist Ratingens neue Sturm-Hoffnung
Blick auf den Ball, Abstand zum Gegenspieler - so hat es Marvin Ellmann gern. Der neue 04/19-Stürmer soll in der kommenden Saison einige Tore schießen. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Der Zugang vom Wuppertaler SV trifft in jeder Saison zweistellig. Bei 04/19 soll er Daniel Keita-Ruel vergessen machen. Von André Schahidi

"Elle 60" ist aktuell rund um das Ratinger Fußball-Stadion ein beliebter Ausdruck. "Elle" ist Marvin Ellmann. Und die 60 steht - leicht nach oben abgerundet - für die Anzahl der Tore, die der neue Angreifer von Ratingen 04/19 in den letzten drei Jahren erzielt hat. "Elle 60" sagen die Mannschaftskollegen bei ziemlich vielen Gelegenheiten. Sie übertreiben auch nur geringfügig: 56 Tore waren es im Trikot des Wuppertaler SV wirklich. Und das in 90 Oberliga-Spielen - eine Top-Quote.

Der 28-Jährige wechselt mit vielen Vorschuss-Lorbeeren vom Aufsteiger zum schon wieder runderneuerten RSV. Und auch bei seinem neuen sportlichen Arbeitgeber hat er deutliche Ziele. "30 Spiele möchte ich machen", sagt Ellmann. "Und es wäre schön, wenn ich wieder an meine Tor-Quoten der vergangenen Jahre anknüpfen könnte. Zehn Treffer waren es in der vergangenen Spielzeit. 19 im Jahr davor. Und 2013/14 traf "Elle" sogar 27 Mal in 34 Spielen.

Von einem Abwärtstrend möchte der Angreifer aber nichts wissen. "In der vergangenen Saison habe ich nach der Winterpause kaum noch gespielt", sagt er. Ein Arbeitsunfall setzte ihn ein paar Spiele außer Gefecht. "Die Mannschaft gewann ohne mich - und ich war erstmal draußen", sagt Ellmann. "Wir sind ja dann aufgestiegen, also hat der Erfolg dem Trainer recht gegeben." Seine zehn Treffer erzielte er daher auch allesamt in der Hinrunde.

Nun, in Ratingen, soll alles anders werden. "Ich kenne den Trainer sehr gut, habe schon unter ihm gespielt", sagt Ellmann. "Dass er hier ist, war ein wichtiger Grund für mich, nach Ratingen zu kommen." Zudem will Ellmann, der in Duisburg wohnt, nicht mehr so weit fahren - und da ist die Strecke nach Ratingen doch deutlich näher als die staubehaftete Route nach Wuppertal.

Seinen Anspruch, ein Leitwolf zu sein, erfüllt "Elle" jedenfalls schon in den ersten Tagen. Er und Adnan Hotic, schon in der vergangenen Saison heimlicher Kapitän der Mannschaft, bilden ein unzertrennliches Gespann. Um keinen Spruch verlegen - aber auch für Anfeuerung da. "Wir haben eine gute Truppe", meint der Stürmer. "Da kann einiges zusammenwachsen. Ich habe richtig Bock."

In den bisherigen Testspielen deutete Ellmann sein Potenzial, mit dem er den Ex-Stürmer Daniel Keita-Ruel vergessen machen soll, bereits an. Allerdings noch ohne den zählbaren Erfolg. Gegen den SC Velbert und auch am Samstag gegen Schalke 04 hatte der Angreifer einige gute Gelegenheiten. Verwandelt hatte er jedoch keine seiner Möglichkeiten. "Er muss jetzt noch nicht treffen", sagt Co-Trainer Nils Kretschmar lakonisch. "Wichtig ist, dass er es in der Saison tut."

Dann kann "Elle 60" zeigen, was in ihm steckt.

Quelle: RP
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