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Lokalsport
Fechter holen zweimal Silber

Ratingen. Bei den Deutschen Meisterschaften in Esslingen holte Valentin Meka Rang zwei im Einzel und mit der Mannschaft. Von Falk Janning

Für Ratingens Nachwuchs-Fechter um Trainer Vitaliy Chernous gingen bei der Deutschen B-Jugend-Meisterschaft die Träume von einer guten Platzierung in Erfüllung. Luke Belitz, Julian Rober, Valentin Meka und Luca Krüger schnitten im schwäbischen Eislingen hervorragend ab. Drei der vier Sportler des TCR gelang der Sprung unter die besten acht. Für Furore sorgte vor allem Valentin Meka, der sowohl im Einzel als auch mit der Auswahlmannschaft Silber für den TV Ratingen holte. Chernous sieht sich für seine vier Jahre dauernde Arbeit mit den Kindern bestätigt. "Ich bin sehr zufrieden, dass wir bei dem wichtigsten und hochwertigsten Turnier so erfolgreich waren", sagt er. Für die nächsten Jahre sieht er viel Potential. "Nächstes Jahr werden wir dort wieder auf dem Treppchen vertreten sein."

Valentin Meka hatte als Erster der Landesliste zu den Favoriten auf einen Spitzenplatz gehört. Und so kam der 13-Jährige in der Setzliste auf Rang eins. Die hohen Erwartungen konnte er voll erfüllen. So absolvierte er die erste Vorrunde fehlerlos und gewann alle sechs Gefechte. In der Zwischenrunde verlor er zwar einen Kampf und rutschte in der Setzliste damit auf Platz drei ab, doch auch das war für den Siebtklässler vom Gymnasium in Kaiserswerth noch eine gute Ausgangsposition. Auf dem weiteren Weg unter die besten acht Athleten blieb Meka unbesiegt. Ins Halbfinale zog er durch einen problemlosen 10:4-Erfolg über den Solinger Maximilian Götz ein. Dort musste er dann gegen Robert Piecha antreten. Doch auch gegen den Zweiten der Rangliste setzte sich der mental und kämpferisch so starke Fechter in einem packenden Duell durch. Am Ende stand unter dem Jubel der Rheinländer ein 10:9-Erfolg.

Auf der Finalbahn gegen den Künzelsauer Timon Funke bekam Meka dann erstmals bei diesem Turnier das große Nervenflattern und lag schnell mit 2:8 zurück. Mit einer fulminanten Aufholjagd machte er die Auseinandersetzung noch einmal spannend und glich zum 8:8 aus. Doch dann war die Serie des Ratingers zu Ende und sein Gegner setzte zwei Treffer in Folge zum Sieg. So blieb es bei Silber für den Ratinger.

Am nächsten Tag kletterte er auch mit einer Auswahlmannschaft auf das Podium. Der 13-Jährige sorgte dabei in der Vorschlussrunde für eine kleine Sensation: Als Käpt'n des Teams "Nordrhein IV" mit Robert Piecha, Max Müller (beide Bonn) und Felix Hamacher (TSV Kenten) war er der Schlussfechter. Beim Rückstand von 36:40 musste er gegen Leon Kuzmin antreten, den Deutschen Meister des Vorjahres. Der ein Jahr ältere Fechter aus Tauberbischofsheim sah sich und sein Team bei dem scheinbar sicheren Vier-Punkte-Vorsprung wohl schon zu deutlich im Finale. Doch da hatte er die Rechnung nicht mit dem mutig und gewitzt auftretenden Konkurrenten aus Ratingen gemacht, der eine aufsehenerregende Aufholjagd startete und sein Team unter großem Jubel mit einem Endstand von 45:43 ins Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft brachte. Dort hatte das Quartett dem Team des Rheinischen Fechterbundes beim Kampf um Gold dann aber nicht mehr viel entgegenzusetzen.

Starke Leistungen zeigten beim Einzelwettbewerb auch die übrigen Ratinger. Luke Belitz und Luca Krüger erreichten ohne Niederlage das Feld der besten 24 B-Jugend-Fechter Deutschlands. Dann musste Belitz im Kampf um den Einzug in die Runde der besten 16 ausgerechnet gegen Valentin Meka auf die Planche - und verlor. In der Hoffnungsrunder unterlag er in einem spannenden Gefecht dem Pforzheimer Henry Bender knapp mit 9:10 und landete auf Platz 18. Derweil gelang Luca Krüger ein 10:7-Erfolg über den auf Platz eins gesetzten Felix Hamacher aus Kenten und erreichte die Runder der besten acht. In der folgenden K.o.-Runde um den Einzug ins Halbfinale musste er dann unglücklicherweise nochmal gegen den Kentener antreten und verlor 8:10. So wurde Luca Krüger Siebter.

Im älteren Jahrgang 2002 ging Julian Rober für den TV Ratingen an den Start. Der 14-Jährige erreichte die Finalistenrunde, schied dann aber im Viertelfinale gegen den auf Platz eins gesetzten Julian Kühling aus der Weltmeisterschmiede Dormagen aus. Es blieb in der Schlussbilanz dann beim achten Rang.

Quelle: RP
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