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Volleyball
Füchse-Coach Reitemeyer sucht den Nachwuchs

Volleyball: Füchse-Coach Reitemeyer sucht den Nachwuchs
Füchse-Trainer Daniel Reitemeyer (2.v.l.) erklärt seiner Mannschaft die Taktik. Gerne hätte er ein paar jüngere Spieler im Kader. FOTO: Michael Nacke
Ratingen. Der Trainer des Regionalligisten leidet unter Personalnot vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten - es müssen junge Spieler her. Von Patrick Schlos

Wenn die Füchse Ratingen am Samstag auf den Tabellenletzten SSV Hamm treffen, dann geht es für Trainer Daniel Reitemeyer nicht nur um Punkte, sondern vor allem auch um einen guten Auftritt seiner Mannschaft. "Wir wollen uns immer gut präsentieren und ein starker Volleyballstandort in der Region werden. Mittelfristig wollen wir auch wieder in Liga Drei spielen." Derzeit stehen die Chancen für die Mannschaft gut: Nach dem 3:2-Erfolg gegen den Tabellenführer aus Minden belegen die Ratinger Platz zwei in der Regionalliga West - und das trotz einiger Ausfälle.

Eigentlich sollte das Spiel gegen das Schlusslicht da nur noch Formsache sein. Trainer Reitemeyer gibt sich aber trotzdem betont vorsichtig: "Wir dürfen keinen Gegner unterschätzen". Zumal es im Vorfeld dieser Partie auch wieder einige Rückschläge für die Füchse gab, denn in der Ferienzeit stand den Ratingern keine Trainingshalle zur Verfügung: "Wir gehen mit drei Trainingseinheiten in die Partie", sagt Reitemeyer. Berufs- und freizeitbedingt werden wohl Lars Lindstedt und Lars Müller ausfallen. Ein Problem, dessen Ursache Reitemeyer beim steigenden Altersdurchschnitt seiner Spieler verortet: "Natürlich verschieben sich ab einem gewissen Alter die Interessen der Spieler. Beruf und Familie kommen stärker in den Vordergrund. Das ist normal."

Deswegen liegt dem ehemaligen Deutschen Meister und Pokalsieger die Nachwuchsförderung besonders am Herzen - auch wenn diese derzeit eher schwierig verläuft: "Es ist für uns schwerer geworden, gegen andere Angebote zu konkurrieren". Der Ganztagsunterricht in den Schulen, aber auch eine veränderte Lebensweise machten es den Sportvereinen nicht leicht, Nachwuchs für den zeitaufwendigen Sport zu begeistern. "Zudem verlangt der Leistungssport einem persönlich viel ab. Freie Wochenenden gibt es so gut wie nicht", sagt Reitemeyer. Eine gewisse Schuld sieht er aber auch in der Berichterstattung und bei der Sportförderung: "Natürlich hat es eine Sportart wie Volleyball schwer, sich gegen die Übermacht des Fußball durchzusetzen", erklärt der Trainer.

Junge Spieler wie der Neuzugang Fabian Rohrschneider machen Reitemeyer aber Hoffnung und bestärken ihn in seinem Job als Volleyballtrainer: "Er hat sich sehr gut entwickelt. Das macht dann auch als Trainer Spaß, zu sehen, wie die jungen Spieler weiterkommen." In der Partie gegen Hamm wird der talentierte Nachwuchsspieler jedoch nicht zum Einsatz kommen: Er kuriert derzeit noch einen Bruch an der Hand aus, den er beim Saisonstart erlitten hatte. Trotzdem versucht Reitemeyer, junge Menschen für seinen Sport zu motivieren: "Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man als Sportler seine Ziele erreicht. Ob nun als Deutscher Meister oder als Aufsteiger in die Dritte Liga."

Quelle: RP
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