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Lokalsport
Füchse schaffen den Bezirkspokal-Sieg

Ratingen. Der Volleyball-Regionalligist gewinnt überraschend beide Spiele gegen Moers und Essen. Von Falk Janning

Nach einer durchwachsenen Saison in der Regionalliga haben die Füchse doch noch einmal Grund zum Jubel: Die Volleyballer der Spielgemeinschaft Düsseldorf/Ratingen holten sich durch zwei hart umkämpfte 3:2-Siege gegen Regionalligameister Moerser SC und gegen den Gastgeber MTG Horst Essen aus der Oberliga völlig überraschend den Bezirkspokal.

Nicht erwartet war vor allem der Halbfinal-Erfolg gegen den klaren Favoriten aus Moers. In der Liga hatten die Füchse beide Partien gegen den starken Aufsteiger verloren. "Ich hatte keine großen Erwartungen", gab Trainer Daniel Reitemeyer zu, der auf einige Spieler verzichten musste und eine schlechte Trainingsbeteiligung unter der Woche beklagte. Und zunächst sah es auch so aus, als wenn alles den "normalen" Gang nehmen würde. Die SG lag früh klar zurück (1:6) und lief dem Rückstand lange hinterher (10:16). Dann aber gelang Tim Karthäuser eine Aufschlagsserie. Die Truppe glich aus, lag plötzlich sogar vorne und gewann den ersten Durchgang mit 25:22. Den zweiten Satz entschied der Außenseiter mit 25:16 klar für sich, weil die Moerser auf Grund eines Aufstellungsfehlers nicht zu ihrem Spiel fanden.

Die Partie war aber lange noch nicht entschieden: Im dritten und vierten Durchgang triumphierten die Moerser mit 25:23 und 25:10. Als alle in der Halle glaubten, dass sich nun der Regionalligameister durchsetzen würde, rappelte sich die SG noch einmal auf. "Wir haben im letzten Satz endlich wieder zu unserem Spiel gefunden", sagte der Trainer. "Sicherheit gab uns die frühe Führung." Am Ende hieß es 15:11 für die Volleyballer der Füchse.

Der Pokalsieg war damit aber noch lange nicht klar. Denn die Füchse trafen mit dem Gastgeber aus Essen zwar auf ein unterklassiges Team, doch das machte das Spiel seines Lebens. Außerdem machte sich bei den Füchsen der Kräfteverschleiß nach den fünf anstrengenden Sätzen gegen Moers deutlich bemerkbar. Die Füchse siegten im ersten Satz noch standesgemäß mit 25:21, verloren die beiden folgenden Durchgänge aber mit 20:25 und 23:25. Vor allem mit der niedrigen Hallendecke kamen die Spieler gar nicht zurecht. "Dauernd sprang der Ball bei der Abwehr harter Angriffsschläge gegen die Decke", sagte Reitemeyer.

Auch im vierten Satz sah es nicht gut aus, das Aus stand dicht bevor, doch im Schlussspurt schaffte die SG noch die Wende zum 25:19-Erfolg. Der Tie-Break-Durchgang war dann nur noch Formsache für den Favoriten. "Auf diesen Erfolg gegen die MTG Horst bin ich besonders stolz", sagt Reitemeyer. "Dass wir nach dem 1:2-Satzrückstand noch einmal zurückgekommen sind, war mindestens genauso schwer wie gegen Moers zu gewinnen."

Die Füchse haben sich durch den Gewinn des Bezirkspokals für den Westdeutschen Pokal qualifiziert. Die ersten Runden gehen schon im August/September noch vor den Punktspielen über die Bühne.

Quelle: RP
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