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Lokalsport
Großes Endspiel: Ganz Hösel träumt von der Rettung

Hösel. Der stark gefährdete Fußball-Bezirksligist benötigt einen Sieg gegen den TSV Eller 04 und fremde Hilfe.

Jürgen Kötte ist zurück aus dem Urlaub und umgehend rief der Chef des sehr stark vom Abstieg bedrohten Fußball-Bezirksligisten SV Hösel zur Vorstandssitzung. Im Mittelpunkt standen die Kaderplanungen der drei Senioren-Mannschaften für die nächste Saison. Aber in welcher Klasse spielt Hösel dann? Kötte ist der festen Überzeugung, dass es auch im neunten Jahr zum Klassenerhalt reicht.

Damit dieser Traum in Erfüllung gehen kann, muss der letzte Spieltag allerdings extrem günstig für den Drittletzten laufen. Zunächst einmal braucht die Mannschaft morgen (15 Uhr, Neuhaus) aus ihrer eigenen Aufgabe gegen den auf dem dritten Rang stehenden den Uralt-Rivalen TSV Eller 04 drei Punkte. Ein Unentschieden ist zu wenig für Hösel, das auf Rang 15 bei 25 Zählern steht. Außerdem muss der mit zwei Zählern mehr ausgestattete BSC Union Solingen (27), der auf Rang 14 den ersten Nicht-Abstiegsplatz einnimmt, gegen den Stadtrivalen VfB Solingen (Vierter) verlieren.

Das Höseler Torverhältnis ist um einen Treffer besser als das des Konkurrenten (minus 33/minus 34). Gibt es in Solingen ein Unentschieden oder eine Niederlage des BSC, wäre Hösel gerettet - aber nur bei einem eigenen Sieg. Klar ist, dass während der Partie eine Verbindung nach Solingen vorhanden sein wird. Sollte dort kein SV-Vorstandsmitglied an Ort und Stelle sein, funktioniert der Kontakt über die Sportliche Leitung der Union. "Wir werden jedenfalls zu jeder Minute wissen, wie es in Solingen steht", betont der Höseler Manager Dirk Kiontke.

Erschwerend für den SV ist, dass der zweite Platz in der Bezirksliga ebenfalls viel bedeutet - weil er zur Teilnahme an der Aufstiegs-Relegation berechtigt. Und weil der Dritte Eller alles versuchen dürfte, im Endspurt am Zweiten Dabringhausen vorbeizuziehen, wird Hösel nichts geschenkt bekommen. Trotzdem will das Team alles in seiner Macht stehende für die Rettung geben.

"Ich kann kaum beschreiben, wie heiß meine Jungs auf das letzte Saisonspiel sind", sagt Trainer Christoph Höfig. Nachher gibt es dann sowieso eine große Feier - selbst bei einem Abstieg. "Uns ist eine sensationelle Rückrunde gelungen", erklärt Höfig, "und die wollen wir alle noch einmal genießen."

(wm)
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