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Lokalsport
Guter Sport und wenig Zuschauer in Lintorf

Ratingen. Das Reit- und Springturnier des Reitercorps bot bei bestem Wetter viele Prüfungen - vor magerer Kulisse.

Es ist ein echtes Herzschlagfinale auf der Reitanlage in Lintorf. "Cupido 79" ist überhaupt nicht nervös, als Lukas Schütz ihn auf den Springplatz führt. Dabei sind alle Augen auf den neunjährigen Wallach gerichtet. Die Erwartungen an das Pferd sind bei dem S-Springen des Lintorfer Reit- und Springturnieres hoch. Er kann bei dem Wettbewerb noch einmal für etwas Spannung sorgen und die Bestzeit unterbieten, die Marcel Bühner auf "Caira 3" mit einem fehlerfreien Ritt und einer Zeit von 69,83 Sekunden vorgelegt hat. Und Lukas Schütz aus Mülheim wird auf "Cupido 79" den Erwartungen gerecht: Pferd und Reiter gelang auch der letzte Sprung ohne Berührung der Stangen. Nur die Zeit reichte nicht so ganz, haarscharf verpassen sie mit drei Sekunden Rückstand die Bestzeit und werden Zweite.

Bei herrlichem Frühlingswetter zeigen die Reiter ihr ganzes Können. Matthias Gering wird auf "Locardo" Fünfter, Paul van Wylick auf "Alonza 3" Vierter. Schließlich kommt Bernd Wichert auf "Eros H" noch ganz nah dran an das beste Ergebnis, scheitert aber ebenfalls knapp an der Bestzeit und dem Pokalsieg und muss sich schließlich mit Rang drei zufriedengeben. Den Großen Preis der Sparkasse Hilden Ratingen Velbert sichert sich die Stute "Caira 3".

Generell freuten sich die Verantwortlichen über ein hochkarätiges Springen. Mit am Start waren Reiter, die schon in großen S-Springen Siegerschleifen gesammelt hatten. Rund 300 Zuschauer verfolgten rings um den Springplatz das Finale.

Das S-Springen gehörte zum Höhepunkt des traditionellen, dreitägigen Wettbewerbes, den der Lintorfer Reitercorps seit 52 Jahren immer am langen Vatertags-Wochenende ausrichtet. Turnierwart René Krein war mit dem Zuspruch hoch zufrieden. Für die 33 Prüfungen waren bei ihm mehr als 1500 Nennungen eingegangen, Sportler aus dem ganzen Land waren auf das beschauliche Gelände "An den Banden" am Breitscheider Weg gekommen und boten unmittelbar neben der Bahnstrecke anspruchsvollen Sport.

Die Lintorfer hatten ein vielseitiges Programm vorbereitet, das sowohl den Reiternachwuchs als auch erfahrene Reiter ansprach. So wurde die Förderung der jungen Reiter und großer Sport gekonnt miteinander verbunden. Zunächst bewiesen junge Pferde ihr Geschick im Dressurviereck bis Klasse S.

Einziger Wermutstropfen: Die Gastgeber beklagten an diesem sonnigen Maiwochenende den Mangel an Besuchern. "Das mag an einer Konkurrenzveranstaltung in Mülheim gelegen haben", vermutet Krein.

(jan)
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