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Lokalsport
Handball: Nur die Außen sind ein Problem für Ratingen

Ratingen. Eigentlich spricht Ralf Trimborn, der engagierte Trainer des TV Ratingen, immer überaus schnell - beinahe wie aus der Pistole geschossen. Vor dem Start in die Handball-Verbandsliga 2016/2017 am Samstag (18 Uhr, Halle Europaring) gegen den Aufsteiger HSG Radevormwald/Herbeck wirkt der 50 Jahre alte Wuppertaler aber er nachdenklich. "Viele denken, wir sind der Favorit", sagt Trimborn, "das wollen wir auch erst einmal so lassen. Wir sind nicht ängstlich. Wir wissen aber auch, dass es auf einigen Positionen noch längst nicht rund läuft. Da können wir jetzt alle nur hoffen, dass gegen Radevormwald der Knoten platzt."

Sein Problemfeld sind die Außenpositionen. Von dort entsteht nach bisherigen Erkenntnissen aus Tests und Pokalspielen kaum Druck. "Wir hätten dafür gerne was gekauft", meint Trimborn, "aber das nötige Kleingeld fehlte." Ein Vorteil ist immerhin, dass er die Gäste ganz genau kennt - weil er in deren Nähe wohnt. Die HSG hat sich im Rückraum durch Frederic Seifert vom Oberliga-Aufsteiger HG Remscheid verstärkt - und Trimborn, der den 23-Jährigen früher als Spieler selbst unter seinen Fittichen hatte, warnt eindringlich: "Dieser Junge kann jedes Spiel allein entscheiden."

Was kann der Turnverein tun, wenn sich über die Außen zu wenig bewegt? Trimborn: "Wir haben im Training viel an der Verbesserung gearbeitet. Vielleicht sind wir alle zu skeptisch." Möglicherweise bietet sich für die rechte Seite sogar der Rechtshänder Max Beckmann an. Den Routinier sieht das Trainerteam allerdings längst lieber als Kreisläufer und in der Abwehrmitte.

Die Erwartungen rund um den Europaring sind insgesamt groß. Den Aufstieg haben die Ratinger in der vergangenen Saison knapp verfehlt - und jetzt wollen sie dabei sein, wenn der Kampf um die Plätze in der Oberliga losgeht. Gesundheitliche Probleme hat Moritz Metelmann, denn den langen Linkshänder plagen Schmerzen in der Wurfhand. Ansonsten sind alle Spieler des Kaders fit. Torwart-Heimkehrer Tim Pawlik konnte außerdem schon beweisen, dass er in seinem einen Angermund-Jahr nichts verlernt hat. Weil Radevormwald darüber hinaus nur als Tabellendritter in die Verbandsliga aufgestiegen ist, trägt der TV Ratingen mit dem Heimrecht im Rücken zum Saisonstart die Favoritenrolle.

(wm)
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