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Heiligenhaus ärgert sich noch immer über Testspielpleite

Lokalsport: Heiligenhaus ärgert sich noch immer über Testspielpleite
Nils Remmert (am Ball) ist ein Abwehrspezialist bei der SSVg Heiligenhaus - er ist wieder fit. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Der Fußball-Landesligist muss Sonntag gegen Kapellen-Erft ran - und strotzt nicht gerade vor Selbstvertrauen.

Der Ärger über die 0:4-Testspielpleite seiner SSVg Heiligenhaus daheim gegen den Nachbarn TVD Velbert am Karnevalssamstag, als die gegenwärtige Form ausgelotet wurde, die sitzt immer noch tief drin bei Fußballtrainer Hakan Yalcinkaya. Am Sonntag, 15 Uhr, spielen seine Schützlinge beim Landesliga-Fünften SC Kapellen-Erft und da gilt für ihn nur eins: "Wir müssen was mitbringen. Wir haben es allerdings mit einer der stärksten Mannschaften der Liga zu tun und spielen auswärts. Dennoch, wir können dabei zeigen, dass wir niemanden fürchten. Bei einem Sieg spricht keiner mehr über ein verlorenes Testspiel. Die Aufgabe ist hart, aber es ist keine Herkules-Aufgabe. Zusätzliche Motivation besteht darin, dass Kapellen in der Tabelle klar vor uns liegt."

Zwölf Punkte trennen den SC Kapellen von der SSVg Heiligenhaus, dem Tabellenachten. 0:0 hieß es im Hinspiel, da bissen sich die Rot-Blauen an der starken SCK-Abwehr die Zähne aus. Aber Vize-Spielführer Thilo van Schwamen hat daran eigentlich nur gute Erinnerungen: "Wir waren drückend überlegen. Das muss uns erneut gelingen, gleich vom Anpfiff weg." In Meerbusch zuletzt musste seine Elf zum Rückrunden-Auftakt nach dem ersten gegnerischen Angriff einem Rückstand hinterherlaufen und danach gibt es beim ihm keinerlei Sehnsüchte mehr. Er weiß freilich genau, dass Kapellen ungemein heimstark ist. Zehn Heimspiele standen für den SCK bisher an, nur die Spvgg Odenkirchen konnte im Erftstadion einen Dreier landen.

Nils Remmert wird wieder auflaufen und neben dem immer starken Ivan Simic die Innenverteidigung stellen. Das bedeutet, dass van Schwamen weiter vorgezogen spielt, im Bereich der "Sechser". Das bekommt ihm, dem 23 Jahre alten Ur-Ratinger, der bei 04/19 ausgebildet wurde. Er schielt immer darauf, aus der zweiten Reihe kommend, mit einem Distanzschuss erfolgreich zu sein oder mit einem Kopfball bei einem Standard.

Das machte ihn schon der Ratinger Jugend stark, aber in der Regel setzen die Trainer ihn arg defensiv ein. Diese wissen um die Ballsicherheit des Biologiestudenten. Es bleibt also abzuwarten, mit welchen Plänen Hakan Yalcinkaya und der sportliche Leiter Bernd Wagner in dieser Rückrunde auf ihn zukommen.

Die Heiligenhauser fahren in jedem Fall mit einer starken Truppe Richtung Köln. Neben Remmert meldete sich auch Gizm Rexhaj fit zurück, ebenso Feyzullah Demirkol für die linke Offensivseite. Auf sein Debüt warten muss noch der aus Remscheid gekommene Florian Zeciri, dessen Wadenprobleme nicht abgeklungen sind. Enes Aktas nahm nach über halbjährlicher Pause auch wieder am Training teil.

(wm)
 
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