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Lokalsport
Heiligenhaus hadert nach Remis beim Spitzenreiter mit Schiri

Wuppertal. Der Fußball-Landesligist führt beim FSV Vohwinkel bereits 2:0, muss sich am Ende aber mit dem Unentschieden begnügen. Von Nils Jewko

Deniz Top hatte kurz nach dem Schlusspfiff den Hauptschuldigen schnell ausgemacht. "Der Schiedsrichter hat nicht seinen besten Tag erwischt", sagte der Trainer der SSVg Heiligenhaus. "Es gab zwei sehr strittige Situationen, die beide gegen uns gepfiffen wurden und zu den Gegentoren geführt haben." Und eben jene Gegentore im Spiel beim FSV Vohwinkel sorgten dafür, dass der Fußball-Landesligist die Heimreise nicht mit einem Sieg, sondern mit einem 2:2 (0:2) im Gepäck antreten musste.

"Ich bin dennoch sehr stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. Wir haben ein bärenstarkes Spiel abgeliefert und hatten den Tabellenführer mehr als nur am Rande einer Niederlage", meinte Top. Bis zur 57. Minute deutete auch alles auf einen SSVg-Auswärtssieg hin, ehe Schiedsrichter Niklas Peuten laut Top eine klare Abseitsposition übersah. "Das waren zwei bis drei Meter." Sandro Avanzato war dies freilich egal - der Stürmer der Gastgeber blieb vor dem Tor eiskalt und erzielte den Anschlusstreffer.

Und nur neun Zeigerumdrehungen später verstand Top die Welt erneut nicht. Erst habe der Unparteiische ein klares Foul an Stefan Prengel nicht geahndet und wenige Sekunden später einen sehr fragwürdigen Elfmeter gepfiffen, beklagte der 32-jährige Coach. Die Folge: Tim-Philipp Schättler markierte vom Punkt das 2:2.

Zuvor machten die Heiligenhauser ein starkes Auswärtsspiel und belohnten sich dafür mit einer frühen Zwei-Tore-Führung. Erst vollendete Torjäger Christian Schuh, der wie Prengel wegen erneuten Leistenproblemen in Durchgang zwei ausgewechselt werden musste, ein Zuspiel von Nils Remmert mit der Picke (12.), ehe Thilo van Schwamen nach einer Ecke per Drehschuss sein erstes Saisontor erzielte (20.). "Wir haben sauberen, guten Fußball gespielt und hätten in der ersten Halbzeit den Sack zumachen können", sagte Top. Die beste Chance auf das 3:0 vergab Alexsander Jovic, der frei vor dem Tor am gegnerischen Schlussmann scheiterte (35.).

Doch nach dem Ausgleich wurde es in der Schlussphase sogar noch einmal eng. Der eingewechselte Mustafa Kalkan kassierte in der 80. Minute wegen eines groben Foulspiels die Rote Karte - wiederum eine Entscheidung, die Top nicht zu hundert Prozent nachvollziehen konnte. "Vohwinkel hat dann Oberwasser bekommen. Aber wir haben gut verteidigt und hatten selbst noch zwei Halbchancen", sagte Top.

SSVg: Grote - Prengel (83. Altan Top), Aktas, Remmert, El Boudihi - Simic, van Schwamen, Bayrak - Schuh (69. Dogan), Jovic, Aydin (63. Kalkan).

Quelle: RP
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