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Lokalsport
Heiligenhaus muss mit einem 3:3 am Ende zufrieden sein

Heiligenhaus. Der Landesligist vergibt zwei Führungen, muss aber die letzte Viertelstunde mit einem Mann weniger überstehen. Von Werner Möller

Man wusste nicht so recht bei der SSVg Heiligenhaus, ob man sich über diesen einen Landesliga-Punkt freuen kann nach dem 3:3-Unentschieden daheim gegen den SF Niederwenigern - oder sich darüber ärgern sollte, dass es nicht der ersehnte Dreier wurde. Trainer Deniz Top, der aktiv mit spielte auf der rechten Abwehrseite, er ersetzte dort seinen verletzten Bruder Altan, der rückte dann alles gerade: "Ich kann mit dem einen Punkt leben. Dass es ungemein schwer wird, war klar, und viele Torchancen konnte sich der Gegner nicht erspielen."

Die Schlüsselszene gab es nach gut einer Stunde. Da köpfte der erfreulich starke Top, nachdem Christian Schuh freistehend verschossen hatte, einen Eckball von Shunsaka Fujita wuchtig zum 3:2 ein. Endlich hatten die Heiligenhauser wieder das Kommando übernommen, es sah zu diesem Zeitpunkt nach dem dritten Sieg in Folge aus.

Aber dann grätsche Bünjamin Dogan in Höhe der Mittellinie am Seitenaus einen Essener Spieler völlig übermotiviert um und Schiedsrichter Marco Lechtenberg vom linken Niederrhein zückte Rot. Es blieb ihm überhaupt keine andere Wahl. Jedenfalls mussten die Hausherren nun eine gute Viertelstunde in Unterzahl überstehen.

Das ging nicht lange gut, denn die Gäste stürmten mit allem, was zur Verfügung stand. Und dann hatten sie Erfolg mit einem 40-Meter-Fernschuss zum 3:3, der Ball glitt SSVg-Keeper Tim Ücler durch die Hände. Diesen Patzer konnte keiner an der Talburgstraße begreifen. Aber vielleicht war es das schwache Flutlicht, das diesen Torwart-Blackout ermöglichte. Denn sonst zeigte Ücler eine gute Leistung. Er stand bis zum Abpfiff im Mittelpunkt, nur Niederwenigern stürmte. Und das vehement. Heiligenhaus war also mit dem einen Punkt letztlich gut bedient. Torjäger Christos Karakitsos, der in der Schlussphase trotz verklebter Kopf-Platzwunde aus dem Rath-Spiel mit aushalf: "Wir haben dem Gegner drei Tore geschenkt. Aber unser Kampfspiel, vor allem in eigener Unterzahl in der Endphase, das war wirklich gut."

Die Hausherren führten früh 2:0 durch den von Kalkan verwandelten Elfmeter und einen Durchbruch von Bünjamin Dogan über rechts, aber bis zum Pausenpfiff glichen die Gäste zum 2:2 aus. Beim Anschlusstreffer traf Ücler bei der Faustabwehr einen Kopf des Gegners, dafür gab es Elfmeter, und beim 2:2 war bei einem Eckball die lange Seite ungedeckt.

Ostermontag spielen die Heiligenhauser beim Schlusslicht TSV Ronsdorf (15 Uhr). Wieder ein ungemein wichtiges Match gegen den Abstieg. Für Ronsdorf ist es die vielleicht schon letzte Chance.

SSVg: Ücler - Deniz Top, van Schwamen, Kawohl, Fujita, Dogan, Günes, Falco, Yalcinkaja, Schuh (80. Karakitsos), Kalkan (30. Ali Khan). Tore: 1:0 Kalkan (8./ Elfmeter), 2:0 Dogan (23.), 2:1 Gonzales (26.), 2:2 Lünemann (40.), 3:2 Top (67.), 3:3 Feldmann (73.). Zuschauer: 90.

Quelle: RP
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