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Lokalsport
Heiligenhaus will endlich heimstark werden

Heiligenhaus. Der Fußball-Landesligist hadert mit der Ausbeute in Heimspielen. Nun kommt ein auswärtsschwacher Gegner.

Es nervt Deniz Top fürchterlich, dass es daheim an der Talburgstraße immer noch nicht so richtig rund läuft für seine SSVg Heiligenhaus. Dort, wo er in den letzten beiden Jahren dabei war als Spieler, Co- und Cheftrainer bei den glänzenden Erfolgen mit dem Bezirksliga-Meistertitel und dem sicheren Mittelfeldplatz im ersten Landesliga-Jahr. Die Heimstärke war immer der wesentliche Trumpf der Mannschaft. Oft traten Gäste an, die ihr Heil ganz in der Deckung suchten, auf Konter setzten und dennoch erfolglos bleiben.

Aber nun, in den ersten fünf Landesliga-Heimspielen, da gelang nur ein Sieg. Vier Zähler insgesamt sind die magere Heimausbeute. Auf fremden Plätzen dagegen, wo die Heiligenhauser das Spiel nach vorne nicht dringend selbst gestalten müssen, sind sie erheblich stärker. So ist Platz zehn derzeit insgesamt auch kein Grund, irgendwie unzufrieden zu sein.

Wären da nicht diese Heimspiele - und davon folgt am Sonntag (15 Uhr) wieder eines. Es kommt der Tabellennachbar Spvg. Odenkirchen. Die Gäste aus dem Raum Mönchengladbach haben nur einen Punkt mehr auf dem Konto. Eine Riesenchance also, Odenkirchen zu überflügeln und dadurch die eigene Mittelfeld-Position zu festigen. Denn eine Heimschlappe könnte den Blick wieder nach unten richten.

Was der SpVgg vielleicht entgegen kommt: Odenkirchen ist als auswärtsschwach einzustufen. Fünf Mal spielte das Team auf fremden Plätzen und verlor vier Mal. Trainer dort ist der 37-jährige Kemal Kuc, der vor einigen Jahren als Spieler auch ein kurzes Gastspiel in Lintorf gab (2012/2013, fünf Bezirksliga-Einsätze). Eine Rolle dort spielte er nicht. Er ist selbst für Deniz Top ein unbeschriebenes Blatt. Wie allerdings die gesamte gegnerische Mannschaft, die auch nicht beobachtet wurde. "Wer aber wie wir zuletzt beim Tabellenführer Vohwinkel ebenbürtig war, der darf auch vor Odenkirchen keine Angst haben", sagt der SSVg-Coach. "Wir waren in den letzten Jahren auf eigener Anlage immer stark. Das muss auch jetzt der Fall sein, das sind wir unseren Fans schuldig. Mit einem Sieg können wir uns unten verabschieden, das allein ist unser Ziel."

Personell hat er einige Probleme, denn Torjäger Christian Schuh, wohl wichtigster Akteur der SSVg, ist nicht fit. Der 27-Jährige spielte schon in Vohwinkel mit einer Zerrung und Top glaubt, dass nun eine Pause unumgänglich ist. Das gleiche gilt für Stefan Prengel. Ein genaues Bild über die beiden Linksfüße macht sich der Coach aber heute Abend noch beim Freitags-Abschlusstraining. Mustafa Kalkan muss seine Rot-Sperre abbrummen (vier Spiele) und Spielführer Philipp Horn kommt erst Samstag aus dem Urlaub. Da geht es erst einmal auf die Bank.

(wm)
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