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Lokalsport
Heiligenhaus will Spitzenreiter ärgern

Heiligenhaus. Der Fußball-Landesligist tritt noch gegen die Top-Teams der Liga an - Sonntag gegen Fohwinkel.

Die SSVg Heiligenhaus kann das Zünglein an der Waage sein, wenn es um den Meistertitel in der Fußball-Landesliga geht. Denn die beiden Spitzenmannschaften, Aufsteiger FSV Vohwinkel (Sonntag) und der Tabellendritte SC Velbert (3. Mai) müssen beide noch an der Talburgstraße antreten. Der DSC 99 steht ganz oben, Vohwinkel zwei Zähler dahinter und Velbert drei Zähler.

Am Sonntag um 15 Uhr kommt also der vom Ex-Profi Holger Geißmayer (1. FC Köln) gemanagte FSV Vohwinkel. Im Hinspiel trennte man sich 2:2, wobei die SSVg ein frühes 2:0 vorlegte. Torjäger Christian Schuh und Spielführer Thilo van Schwamen sorgten für die Führung und der damalige Tabellenführer war am Ende heilfroh, dass wenigstens ein Punkt in Wuppertal blieb. "Aber diesmal wollen wir den Sieg", sagt Thilo van Schwamen, der noch bei seinen Eltern in Ratingen Süd wohnt und zu gerne sein zweites Saisontor erzielen würde. "Ich spiele jetzt erheblich offensiver", sagt der 22 Jahre alte Biologie-Student, der sich längst beim Tabellenachten in der Sechser-Rolle pudelwohl fühlt. "Als ich noch hinten in der Kette gespielt habe, da konnte ich eigentlich nur treffen, wenn es Standards gab. Jetzt bietet sich vielleicht auch mal die Chance zum Schuss aus der zweiten Reihe."

Man merkt es im Gespräch deutlich: Er brennt vor Ehrgeiz. Es geht schließlich gegen einen Gast, der Meister werden will. In der Jugend spielte van Schwamen zwölf Jahre beim ASC, dann in der A-Jugend bei Ratingen 04/19. Für die neue Spielzeit hat van Schwamen längst einen Vertrag. Team-Manager Daniel Botteon ist sein Freund, und der wollte, dass alles bleibt wie bisher. Boss Heinz Dedenbach und Deniz Top wollten auch und schnell war alles für ein viertes Jahr an der Talburgstraße in trockenen Tüchern.

Der Kader der SSV hat sich vor diesem Heimspiel vergrößert. Zunächst einmal scheint Torwart Marcel Grote seine langwierige Armverletzung überwunden zu haben und will wieder zwischen die Pfosten zurückkehren. Aber sein "Lehrling" Inan Karatas hat in allen Rückrunden-Spielen derart großartig eingeschlagen, so dass sich Deniz Top einen Wechsel wohl überlegen müsste. Deshalb ist es kaum zu erwarten, dass Grote jetzt schon auf seinen angestammten Platz zurückkehrt.

Es gibt einige Spieler, die nach wochenlangen Verletzungen Fortschritte gemacht haben: Spielführer Philipp Horn, Mustafa Kalkan und Gizm Rexhaj. Alles Offensivkräfte, das passt gut, denn mit einem Einsatz von Christian Schuh ist nicht zu rechnen. "Christian ist ständig in Behandlung, es will aber keine Besserung eintreten", sagt der Coach über die Sprunggelenk-Verletzung des Torjägers.

Er überlegt, ob Bünyamin Dogan wieder als einzige Spitze vorne für Unruhe sorgt oder ob eine weitere dazu kommt. Muhammet Bayrak scheint noch keine Alternative zu sein, aber auch bei ihm geht es steil aufwärts.

(wm)
 
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