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Lokalsport
Hösel glaubt immer noch an sich

Ratingen. Trotz eines Riesen-Rückstandes will beim Letzten der Fußball-Bezirksliga keiner das Wort "Abstieg" hören. Man setzt auf alte Aufhol-Qualitäten. Von Werner Möller

Eigentlich bringt Markus Mayer kaum etwas in Sachen Fußball aus der Ruhe. Spricht man den Obmann des SV Hösel aber darauf an, dass die Bezirksliga-Abschiedstour endgültig eingeläutet ist, dann wird der 40-Jährige ungewohnt giftig: "Wir machen das schon seit drei Jahren mit. Alle sagen, diesmal seid ihr dran, jetzt steigt ihr ab. Und dann mussten ganz andere Vereine absteigen, runter in die Kreisliga A. Jedenfalls steht für uns von Vorstand und Mannschaft fest, dass im Abstiegskampf alles gegeben wird, so lange rechnerisch eine Chance besteht. Und die besteht allemal."

Am Sonntag kommt Hilden 05/06 zum dritten Rückrundenspiel an den Neuhaus (15 Uhr). Die Süder sind Zwölfter, haben satte acht Punkte Vorsprung zum Tabellenkeller. Das klingt nach Sicherheit. Mayer: "Wenn wir aber gewinnen und anschließend wie früher eine Serie hinlegen, dann sind wir wieder im Rennen. Wir Höseler geben jedenfalls niemals auf." Klingt gut, es wird auch bis auf den verletzten Kai Steins (Knieprobleme) in Bestbesetzung gespielt. Für den Routinier rechnet sich der 18 Jahre alte Nick Tunger einen Einsatz in der Startelf aus.

Zehn Punkte beträgt der Höseler Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Das Training beim Schlusslicht leitete in dieser Woche der bei den Alten Herren spielende Björn Behrend (31), denn Trainer Christoph Höfig gönnt sich eine Woche Urlaub. Aber am Sonntag ist er wie immer in seinem langen Sportlerleben in aller Frühe auf dem Platz. Dann beobachtet er die Jugendmannschaften und die Reserve in der Kreisliga B. Zudem alles, was sich rund um den Neuhaus bewegt. "Christoph stellt auch die Mannschaft auf, da lässt der sich niemals reinreden. Er hat sich längst alle Trainingseindrücke vermitteln lassen," betont Markus Mayer. Und Björn Behrend wird gegen Hilden an der Seitenlinie neben dem Cheftrainer stehen. Gemeinsamkeit macht stark.

Sicherlich erhöht für die Gastgeber die Siegchance, dass Hilden zusammen mit Reusrath den schwächsten Angriff der Liga stellt. Nur 21 Tore in 19 Spielen bisher, das ist keine Ruhmestat. 1:0 gewannen die Gäste das Hinspiel, als sie eine frühe Führung über die Zeit schaukelten. Jetzt sind die Blau-Weißen besser besetzt. Wenn sie bei Heimvorteil noch einiges drauflegen können, warum sollte der dritte Saisonsieg ausgeschlossen sein? Zu verlieren gibt es längst nichts mehr.

Quelle: RP
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