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Lokalsport
Hösel verstärkt sich massiv - auch im Abstiegsfall

Ratingen. Der Fußball-Bezirksligist hofft auf die allerletzte Chance beim Tabellenletzten. Einige gute Spieler kommen. Von Werner Möller

Die Abschiedstour aus der Fußball-Bezirksliga für den SV Hösel wurde vom TV Dabringhausen eingeleitet. Ein Abstieg ist für den Tabellenvorletzten aber kein Untergang, es kommt auf das berühmte "Wie" an. Wie schlagen sich die Blau-Weißen in den letzten acht Spielen? "Wir lassen uns bestimmt nicht hängen. Zumal rechnerisch noch nicht alles entschieden ist", sagt Trainer Christoph Höfig.

Ganz klar, der populärste Trainer im gesamten Verein, Boss Jürgen Kötte wird es bestätigen, baut darauf, dass am Sonntag in Burscheid beim punktgleichen Schlusslicht der erste Auswärtssieg gelingt. Das Hinspiel brachte beim 2:1 den einzigen Hinrunden-Dreier und von einem erneuten Sieg wird auch jetzt geträumt. Höfig: "Nach diesem Spiel wissen wir endgültig, wo wir stehen. Die Mannschaft brennt darauf. Sie will den Heimsieg bestätigen und zeigen, dass noch nicht alles endgültig entschieden ist." Man kennt sich aus mit Abstiegskämpfen, sie sind am Neuhaus kein Neuland.

Es ist aber vieles, was gegen den SV Hösel spricht. Vornean die schlimme Auswärtsbilanz mit 13 Auswärtsspielen und nur einem Punktgewinn. Und genau so übel sind die Angriffsprobleme. Mark Meijer und Kevin Peuler fallen bis weit in die kommende Saison aus, Doch es geschehen noch Wunder. Stefan Kratofiel, zuletzt verletzter Torjäger, wird im Kellerduell auflaufen. Sein Muskelfaserriss ließ eine lange Pause vermuten, aber die Höseler ließen nichts unversucht, damit der 31 Jahre alte Torjäger fit wird. Vereinsboss Kötte engagierte einen Physiotherapeuten, der in Burscheid ein dickes Tape anlegt. Spritzen sollen dort die Schmerzen lindern. Kötte: "Stefan ist knallhart, der will dabei sein." Zudem überredete Kötte den Ex-Profi, auch in der kommenden Saison für den SVH zu stürmen. Die Zusage bekam der Boss umgehend, egal, in welcher Spielklasse es weiter geht.

Und dann kehrt Marco Laufmann an den Neuhaus zurück. Ihn hielt es nur ein Jahr bei Union Velbert. Allein Laufmanns spektakuläre Treffer trugen dazu bei, dass der SV Hösel in der letzten Spielzeit den Abstieg verhindern konnte. Der 22-Jährige ist nach Keeper Sebastian Reckzeh schon der zweite Heimkehrer. "Ich bin noch an drei weiteren Krachern dran", sagt Kötte, der zuversichtlich ist, dass er seine Mannschaft weiter verstärken wird.

Es geht aber Karim Sikkal. Der 22 Jahre alte Innenverteidiger wechselt zu Ratingen 04/19 und wird dort in der zweiten Mannschaft spielen. "Wir haben alle Register gezogen, die wir hatten, aber Karim war nicht zu halten", sagt Kötte.

Quelle: RP
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