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Höseler Frauen steigen in die 2. Liga auf

Lokalsport: Höseler Frauen steigen in die 2. Liga auf
Weil der Aufstieg so souverän vonstatten ging, waren auch die Aufstiegs-Shirts schon da: Die Frauen des GC Hösel dürfen künftig in der Zweiten Liga antreten. FOTO: KN
Ratingen. Während die Golf-Herren absteigen, feiern die Frauen ihren größten Triumph - und stehen nun vor viel Arbeit. Von Erdinc Özcan-Schulz

Genauso wie die Herren starten in der kommenden Saison auch die Damen des Golfclubs Hösel (GCH) in der 2. Bundesliga. Für die Herren bedeutet die Tatsache nach dem Abenteuer in der 1. Liga den Abstieg. Die Damen feiern nach der Meisterschaft in der Regionalliga West II als erstes Damenteam des Clubs den Aufstieg. Die Mannschaft von Trainerin Melanie Niesing dominierte die Liga wie keine andere. Auch am letzten Spieltag ließ der GCH vor 800 Besuchern nichts anbrennen und holte den vierten Tagessieg beim fünften Turnier. Damit fuhren die Mädels um Mannschaftskapitänin Christiane Maser-Huss 24 der 25 möglichen Punkte ein.

Die elf Spielerinnen wurden am 18. Loch von ihrem Anhang und der Vereinsführung mit Sekt und Aufstiegsshirts empfangen. Auch Club-Boss Dieter Dunkerbeck gönnte seinen Damen die Feierlichkeiten, "Das haben sich die Mädels verdient". Dabei hatte die ehemalige Nationalspielerin und Co-Kapitänin Isabel Gadea nach der Gruppenzulosung der Bundesligaabsteigerinnen mit Mülheim und Marienburg ein ähnliches Los wie im vergangenen Jahr befürchtet. Damals wurden die Liga-Neulinge von den übermächtigen Neusserinnen am Durchmarsch gehindert.

Dieses Mal war der GCH von niemandem "klein" zu kriegen. "Das ist das Ergebnis des konstanten Aufbaus der Mannschaft über die letzten Jahre durch die Golfschule Niesing", lobt Maser-Huss die Arbeit von Coach Niesing. "Schön, dass die harte Arbeit sich ausgezahlt hat, ohne dass der Spaß im Team zu kurz kam. Zudem sorgte die insgesamt ausgeglichene Spielstärke des Teams für bessere Leistungen und verschaffte positiven Ansporn", sagte die Architektin des Erfolgs zu den Komplimenten. So seien die Spielerinnen, die nicht aufgestellt wurden, eben als Caddies zu den Turnieren mitgefahren.

Bei dem Ligaprimus endeten die Events nicht auf der Golfanlage, sondern wurden auch darüber hinaus fortgesetzt. "Das sagt natürlich jede erfolgreiche Mannschaft von sich, aber wir sind wirklich zu einer eingeschworenen Gemeinschaft geworden", bekräftigt Maser-Huss. Nicht selbstverständlich, wenn man sich die Mannschaftsstruktur anschaut. Da gehört die 16-jährige Celiné Wachsmann als "Nesthäkchen" der Truppe ebenso dazu wie Marie-Theres Zeitz, die mit ihren 50 Jahren die "Mutter der Kompanie" darstellt. "Das tut beiden Seiten gut und passt auch sehr gut zusammen", sagt Golflehrerin Niesing zum guten Klima im Team.

Die Spielerinnen bekommen von ihrem Coach aber auch alle Freiheiten. So haben NRW-Kaderspielerin Wachsmann in Hilden und Anke Kopecky in Krefeld Stadtmeister-Titel abgeräumt. Mit Tamina Römer verfügen die Höseler zudem über ein Talent, das gerade mit einem Sportstipendium ihr Studium an der Indiana Tech University (USA) absolviert hat. Trotzdem ist allen Beteiligten bewusst, dass die Anforderungen in der kommenden Saison für alle erhöht werden. Zumal neben den Einzeln noch die ungewohnten drei Viererrunden dazu kommen. Auch die Reisen werden womöglich wesentlich weiter. Bei der Gruppenauslosung drohen sogar Fahrten in andere Bundesländer, die Übernachtungen vor Ort unumgänglich machen werden. Dafür suchen die Damen neben den Gesprächen mit dem Club nach zusätzlichen Sponsoren. "Wir sind sicher, dass wir die ganzen Aufgaben im Team meistern werden", sagt Maser-Huss überzeugt von sich und ihrem Team mit eigenem Fanclub. Und sie wirkt dabei überzeugend.

Quelle: RP
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