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Lokalsport
Höseler Golfer sind noch nicht in der Bundesliga angekommen

Ratingen. Am zweiten Spieltag waren die Spieler des Aufsteigers chancenlos. Trainer und Kapitän wollen die Vorbereitung ändern. Von Erdinc Özcan-Schulz

Auch nach dem zweiten Spieltag bleiben die Herren des Golfclub Hösel am Ende der 1. Golf-Bundesliga Nord am Ende der Tabelle. Offensichtlich braucht der Aufsteiger noch Zeit, sich an das neue Niveau der höchsten Liga zu gewöhnen. Hatte man beim ersten Turnier-Tag in Hamburg lange Zeit noch die Chance, ein besseres Ergebnis zu erzielen, war die Messe für die Mannschaft von Trainer Christian Niesing in Frankfurt praktisch nach den Einzeln gelesen. Kaum ein Spieler konnte seine Leistung von Hamburg bestätigen.

Trotzdem hielt sich Niesing, der die Leistung seines Teams schon in der Hansestadt arg an den Pranger stellte, überraschend mit Kritik zurück. "Wir haben nach Hamburg einige Maßnahmen getroffen. Die Mannschaft hat bereits versucht, das eine oder andere umzusetzen. Allerdings dürfen wir jetzt nicht zu viel erwarten. Wir sind auf einem guten Weg", sagte der Coach, der für sein junges Team um Geduld warb. "Natürlich", betonte er, dass er mit dem tatsächlichen Ergebnis unmittelbar nach dem Turnier nicht zufrieden sei.

Die einzelnen Reaktionen seiner Akteure ermutigen den Golflehrer jedoch, den Weg weiter zu gehen. Lediglich Ulrich Holschbach blieb mit seinen Schlägen und der Punkteausbeute ähnlich konstant wie zuletzt in Hamburg. "Er ist ein robuster Kerl. Er lässt sich von dem Druck nicht ablenken", sagt der Trainer, der sich eine solche Einstellung auch bei den anderen wünscht. Dabei hatte der 28-Jährige nach seinem Schlüsselbeinbruch im Wintersport noch vor wenigen Monaten keinen Schläger in der Hand halten können.

Auch Moritz Hausweiler sorgte mit seinem 0 über Par für erfreute Gesichter bei den GCH-Verantwortlichen. Auch wenn das an diesem Tag zugegebenermaßen Seltenheitswert hatte. Denn die Vierer blieben blass und ebenfalls hinter den Erwartungen. Das begründet Niesen allerdings mit dem schwachen Abschneiden der Einzelspieler. "Das ist so, als wenn man beim Fußball zur Halbzeit 0:3 hinten liegt", erklärt der Coach.

Aber genau diese Mentalität der Spieler, die sich schon vorzeitig aufgeben und nicht mehr kämpfen, will der erfahrene Trainer ändern und die Spieler so entwickeln, dass sie dann auch noch um jedes Loch kämpfen. "Wir dürfen nicht zulassen, dass jetzt alles schlecht geredet wird", sagte Markus Eirund. Der Kapitän will dem Team in den nächsten Wochen Sondereinheiten mit besonderem Trainingseffekt besorgen.

Für Abwechslung soll zudem, die am nächsten Wochenende stattfindende NRW-Meisterschaft sorgen. Dieses Turnier war übrigens auch im vergangenen Jahr nach einem dürftigen Start der Wendepunkt, der am Ende den Aufstieg brachte. Vielleicht nochmal?

Quelle: RP
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