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Lokalsport
Höseler Talente gehen zu Top-Clubs

Ratingen. Die starken Bambini des SV wechseln zu Bundesliga-Vereinen in die Jugend.

Was ist eigentlich geworden aus den vielen, kleinen Fußballern des SV Hösel, die bis in diesem Sommer als Bambini-Mannschaft alles weghaute, was sich in den Weg stellte? Die Truppe um Ex-Profi Zeljko Misic, der in Hösel ein großes Reha-Zentrum leitet, holte sieben Meistertitel, bezwang dabei sogar einmal im Finale vor 400 Zuschauern die Fortuna und gewann alle 35 Turniere, an denen sie teilnahm.

Die Mannschaft löste sich in diesen Tagen auf, weil zahlreiche Spieler in Profi-Clubs abwanderten. Aber Misic hat deren Wege genau verfolgt. "Die Talentspäher der großen Fußballvereine waren sehr schnell auf unsere Jungs aufmerksam geworden und gute Angebote ließen nicht lange auf sich warten", sagte der Ex-Coach von Ratingen 04/19. Als Erster ging Ferdinand Pohl zu Bayer Leverkusen, wo er gleich als Leistungsträger einschlug. Es folgte der Trainer-Sohn Giuliano Misic, ihn zog es vorigen Sommer schon zu Fortuna Düsseldorf. Obwohl er am Flinger Broich in seiner Mannschaft der mit Abstand jüngste Spieler ist, schoss er in der abgelaufenen Spielzeit über 70 Tore und seine neuen Trainer bescheinigen dem Vollblutstürmer in der Regel überragende Leistungen.

Ihm zur Fortuna folgt in diesem Sommer Vinzent Carus. "Vinzent ist ein pfeilschneller Linksaußen, einer, wie ihn sich jeder Trainer nur wünschen kann", so Ex-Profi Misic. "Er gibt stets alles und ist immer bereit, Neues zu erlernen." Der KFC Uerdingen holte sich aus Hösel die Spieler Nummer vier und fünf. Zunächst Georgios Bozouris, am Neuhaus der zweikampfstarke Abwehr-Chef, und dann noch Jaden Asamoah, ein Top-Torjäger und Sohn des Schalker Ex-Profis Gerald Asamoah. Die Familie wohnt schon lange in Hösel, dieses Talent am Neuhaus halten freilich konnte nicht gelingen. Die beiden werden in der U 11 des KFC Uerdingen spielen. "Die Krefelder haben eine Super-Mannschaft. Sie passen dort bestens hinein und werden das Team noch erheblich stärker machen",sagt Misic.

Einen anderen Weg geht Malte Mertens. Er spielt parallel zu Fußball auch Hockey, wie seine Eltern, die einst Bundesligaspieler waren. Maltes Mutter wurde zweimal Deutscher Meister. Malte entschied sich jetzt ganz für den Hockeysport und wechselt in die C-Jugend von Uhlenhorst Mülheim. Er wird eine der besten Deutschen Jugendmannschaften verstärken.

Übrig aus dem Höseler Erfolgs-Kader bleibt noch Torwart Maxim Hoffmann, aber auch der wird mehr lange nicht am Neuhaus bleiben. Auch dessen Namen befindet sich längst in den Notizbüchern größerer Clubs. Philipp Rhoades, Misics Trainer-Nachfolger, ist jedenfalls ebenfalls überaus stolz, welche Talente am Neuhaus entwickelt wurden.

(wm)
 
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