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Ice Aliens geraten ins Schlittern und gewinnen trotzdem das Spiel

Lokalsport: Ice Aliens geraten ins Schlittern und gewinnen trotzdem das Spiel
Zwei Drittel lang sah es so aus, als würden die Ice Aliens gegen die Luchse ausrutschen. Dann kämpften sich die Ratinger zurück in die Partie. FOTO: Blazy/Archiv
Ratingen. Der Eishockey-Viertligist liegt gegen die Luchse Lauterbach nach zwei Dritteln 1:2 hinten. In den letzten vier Minuten dreht das Team das Spiel zu einem 4:2. Von Patrick Schlos

Holprig, aber am Ende doch erfolgreich - so könnte man den letzten Auftritt der Ratinger Ice Aliens in der Hinrunde der 1. Liga West zusammenfassen. Lange Zeit waren es nämlich die Gastgeber aus dem osthessischen Lauterbach, die in der Partie den Ton angaben - und auch über weite Strecken die Führung innehatten. Erst in den letzten vier Minuten schafften es die Außerirdischen, sich mit einem regelrechten Kraftakt einen 4:2-Auswärtserfolg zu sichern. Noch wichtiger als das Zeichen auf dem Eis, war allerdings ein Signal am Rande der Bande: Die Ice Aliens und ihr niederländischer Erfolgstrainer Alexander Jacobs verlängerten im Vorfeld des Spiels ihre Zusammenarbeit vorzeitig um zwei weitere Jahre.

Auf dem Eis war dann aber zunächst nicht viel von der Euphorie der Vertragsverlängerung zu spüren: Einzig Torhüter Dennis Kohl und Marvin Moch, der im ersten Abschnitt für die 1:0-Führung der Aliens sorgte, knüpften in den ersten beiden Dritteln an ihre Normalform an. Insbesondere der Torhüter war immer wieder gefragt und musste gleich mehrere heikle Situationen entschärfen. Im zweiten Drittel konnte aber auch er den Luchsen nichts entgegenhalten und musste gleich zwei Treffer, zunächst zum 1:1 und dann zur 1:2-Führung der Gastgeber, hinnehmen.

Erst im dritten Abschnitt fanden die Ratinger deutlich besser in die Partie, scheiterten aber immer wieder vor dem Gehäuse der Gastgeber. In den letzten vier Minuten gelang es der Jacobs-Truppe dann, das Spiel zu drehen: Zunächst erzielte der tschechische Neuzugang Stepan Kuchynka in der 56. Spielminute den Ausgleich, ehe sein Teamkollege Kevin Wilson nur eine Minute später zur 3:2-Führung einnetzte. Wiederum eine Minute später erzielte der Neuzugang erneut einen Treffer, diesmal zum 4:2.

"Man sieht, dass wir auch bei einem Rückstand nicht aufgeben. Diesen Schwung wollen wir mit in die Endrunde nehmen", sagt Routinier Milan Vanek. Die Ice Aliens gehen nach dem erneuten Erfolg mit einer beeindruckenden Statistik in die Meisterschaftsrunde: Aus 17 von 18 Partien gingen die Ratinger als Sieger hervor und sind in der Endrunde nun der unumstrittene Favorit. Doch: Der Ehrgeiz der Konkurrenz dürfte in der Meisterschaftsrunde nun noch größer werden, endlich einen Sieg gegen die favorisierten Aliens einzufahren. Und im ersten Spiel der Meisterschaftsrunde wartet ausgerechnet auch das Team auf die Außerirdischen, das ihnen bisher die einzige Niederlage beibringen konnte: Am 27. Dezember kommt es in der Eissporthalle am Sandbach zum Wiedersehen mit dem Neusser EV. "Vielleicht war die Niederlage gegen Neuss genau richtig, um uns zu zeigen, dass wir immer 100 Prozent geben müssen", sagt Vanek.

Quelle: RP
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