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Lokalsport
Ice Aliens gewinnen Spitzenspiel mit 4:2

Ratingen. Im Duell des Tabellenersten gegen Verfolger Dortmund stellt der Eishockey-Viertligist die Weichen erst spät auf Erfolg. Von Patrick Schlos

Mehr Spitzenspiel ging nicht: In der Partie der erstplatzierten Ratinger Ice Aliens gegen die aktuell zweitplatzierten Eisadler aus Dortmund sahen die Zuschauer am Freitag über 60 Spielminuten einen packenden Kampf zwischen den beiden Topteams der 1. Liga West. In dem offen geführten Schlagabtausch blieb aber auch das Ergebnis für lange Zeit offen: Erst zehn Minuten vor dem Ende der Begegnung markierte Milan Vanek für die Außerirdischen den Siegtreffer zum 4:2-Endstand (1:1, 1:1, 2:0).

Den besseren Start in die Begegnung erwischten allerdings die Dortmunder: Bereits in der vierten Spielminute konnte Tommy Kontu-Blankson auf Zuspiel von Marvin Cohut Aliens-Torhüter Dennis Kohl überwinden und die frühzeitige Führung für die Westfalen markieren. "Aus meiner Sicht war es zu Beginn ein typisches Spitzenspiel. Keine der beiden Mannschaften wollte einen Fehler machen. Dortmund ist das am Anfang aber deutlich besser gelungen und wir hatten in den Gegentorsituationen etwas Pech", sagte Torhüter Dennis Kohl.

Die Außerirdischen zeigten sich infolge des Rückstandes aber unbeeindruckt und nutzten eine Strafe der Eisadler zum Ausgleich durch Jan-Philip Priebsch (10.). Der erneuten Führung der Dortmunder im zweiten Drittel durch einen sehenswerten Alleingang von Matthias Potthoff setzten die selbstbewussten Aliens ebenfalls schnell etwas entgegensetzen: Trotz Unterzahl erzielte der selbstbewusst aufspielende Marvin Moch das Tor zum 2:2 (32.). "Man hat deutlich gesehen, dass wir in unserem Kader über die Qualität verfügen, einen Rückstand schnell wieder aufzuholen", sagte Dennis Kohl.

Die Außerirdischen überzeugten in der Partie vor allem mit einer hohen Effizienz: Sowohl beim Puckbesitz als auch bei den abgegebenen Schüssen auf das gegnerische Tor behielten die am Ende unterlegenen Dortmunder fast über die gesamte Partie die Nase vorn - die Tore machte aber Ratingen.

Auch zu Beginn des letzten Abschnitts waren es die Eisadler, die auffällig oft vor dem Kasten der Aliens auftauchten. Doch nutzen konnte das Team von Trainer Kristian Sikorsky seine Feldüberlegenheit nicht. Selbst eine Strafzeit blieb torlos, weil sich die Aliens im Gegenzug solide in der Abwehr präsentierten. Dazu zeigten sich die Ice Aliens auch im Angriff wesentlich abgeklärter: Die Gastgeber unterbrachen frühzeitig die zahlreichen Dortmunder Angriffsversuche im eigenen Drittel und bedienten in einem Fall Routinier Dennis Fischbuch über drei Stationen mustergültig - der ließ dem Adler-Keeper dann bei seinem Abschluss zum 3:2 (46.) keine Chance mehr. Nach einer Matchstrafe gegen den Dortmunder Sebastian Schröder war es dann erneut die Erfahrung eines Ratinger Neuzugangs, die letztendlich das Spiel entschied: Nur zwei Sekunden nach Wiederanpfiff markierte Milan Vanek das Tor zum 4:2-Endstand (50.). In den letzten zehn Minuten der Partie machten sich die Hausherren allerdings selber das Leben schwer und verfielen etwas in längst abgestellt geglaubte Verhaltensmuster: Mit gleich mehreren Strafen eröffneten die Ratinger den Eisadlern die Möglichkeit, das Ergebnis noch zu egalisieren - selbst aus einer Situation Sechs-gegen-Drei gelang den Gästen aus Dortmund allerdings kein weiterer Treffer.

Quelle: RP
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