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Ice Aliens glauben weiter an den Titel

Lokalsport: Ice Aliens glauben weiter an den Titel
Da war die Aliens-Welt noch völlig in Ordnung: Pascal Behlau dreht jubelnd ab, der Puck ist (nicht sichtbar) im Tor - 1:0 für Ratingen im Finale gegen Hamm. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Der zweite Sieg im Play-off-Finale wurde verpasst - doch der Eishockey-Regionalligist bleibt hochmotiviert. Von André Schahidi

Alexander Schneider zog den Puck mit seinem Schläger leicht nach links, wieder nach rechts, nach links, der Torwart ging mit, wieder nach rechts - doch dann war der Stürmer der Ratinger Ice Aliens auch schon mit Puck am Tor vorbeigefahren und die Chance war vergeben: Die Chance, das zweite Play-off-Spiel im Finale um die Eishockey-Regionalliga noch einmal auszugleichen. So reichte ein verwandelter Penalty des pfeilschnellen Hammers Robin Loecke (der danach mit einer leicht aufreizenden Handbewegung an der Haupttribüne vorbei fuhr) um die Serie um den Titel auszugleichen - und das Heimrecht wieder nach Hamm zu holen.

Und doch wollte nach der Heimniederlage vor der unglaublichen Kulisse von 1224 Zuschauern am Sandbach keine rechte Katerstimmung aufkommen. "Hamm war heute stärker, das ist in Ordnung. Warum wir nicht so gut gespielt haben wie noch in Spiel eins, weiß ich nicht, manchmal hat das auch mit der Tagesform zu tun. Klar sind wir erst einmal traurig, aber noch ist nichts verloren", sagte Marvin Moch, der laut Statistik Schütze des ersten Treffers war. "Wenn ich aber ehrlich bin, war Pascal Behlau nochmal am Puck", sagte Moch schmunzelnd. "Aber die Serie ist so eng wie erwartet - jetzt müssen wir halt noch einmal in Hamm gewinnen."

Denn klar ist nun: Sollten beide Teams ihre Heimspiele gewinnen, ist Hamm Meister. Durch die Niederlage der Aliens gestern war jedoch gleichzeitig sicher, dass es noch ein zweites Finalspiel am Sandbach geben wird. "Sportlich hätte ich natürlich lieber gewonnen, aber als Schatzmeister gefällt mir noch ein Heimspiel auch ziemlich gut", sagte Rainer Merkelbach, der in der Eishalle seinen Geburtstag feierte.

Verteidiger Dustin Schumacher ärgerte sich sehr über die Niederlage. "Vor allem der Ausgleich war echt blöd", sagte er. "Unser Torhüter Christoph Oster hatte den Puck zwischen Schoner und Schlittschuh. Normalerweise wird da abgepfiffen. Aber die Hammer durften dreimal nachstochern, bis der Puck drin war." Das 2:2 erzielte Schumacher selbst. "Das war ein Tor des Willens", sagte er über den Puck, den er in den Winkel jagte. "Da hatte Benni Hanke ein perfektes Auge für mich."

Auch Schumacher glaubt fest an den Titel für Ratingen. "Die Hammer haben nach dem Spiel im Kabinengang gefeiert, als hätten sie bereits den Titel geholt", meinte er. "Dabei liegt der Druck doch jetzt erstmal wieder bei ihnen, weil sie ihr Heimspiel gewinnen müssen."

Die Eishockey-Euphorie in Ratingen ist jedenfalls riesengroß. Schon während der Partie gegen Hamm wurden zwei Fanbusse zu Spiel drei am Freitag (20 Uhr) in Hamm ausgebucht. Und nicht wenige rechnen beim vierten Finale (in dem eines der beiden Teams Meister werden kann) mit über 1500 Zuschauern. Rainer Merkelbach erinnert sich an den letzten Rekord, der 2010 gegen die Moskitos Essen aufgestellt wurde. "Da waren etwas über 1300 da", sagte er. Wäre doch gelacht, wenn das nicht zu knacken ist.

Quelle: RP
 
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