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Lokalsport
Ice Aliens können schon frühzeitig planen

Ratingen. Der neue Eissportverband in NRW (EHV) hat bereits jetzt den Modus für die kommende Saison verabschiedet. Ratingen hat elf Gegner. Von Nils Jewko

Fast jeder Sportverein dürfte schon Bekanntschaft mit folgendem Satz gemacht haben: Auf turbulente folgen wieder ruhige Zeiten. Oder auch umgekehrt. Mag es aus sportlichen, finanziellen oder organisatorischen Gründen sein. Das gilt sowohl für die Großen der Branche, als auch für die kleineren Klubs wie die Ratinger Ice Aliens. Mit der letztjährigen Meisterschaft und der fortschreitenden Konsolidierung des Vereins kann der Eishockey-Regionalligist zumindest auf zwei Ebenen auf ein erfolgreiches letztes Jahr zurückblicken. Nur die Planung der vergangenen Saison verlief nicht nach Wunsch der Verantwortlichen - allerdings nicht aus eigenem Verschulden.

Die Ursache: Das große Theater um die Ligenstruktur, das in diesem Jahr zu den Akten gelegt werden soll. Schließlich wurden die Klasseneinteilungen und die Spielmodi für die anstehende Spielzeit kürzlich verabschiedet, was die Führungsetage der Ice Aliens beruhigt auf den Sommer blicken lässt. "Eine Planungssicherheit ist immer gut, vor allem wenn sie langfristig ist", betont Ratingens Vorsitzender Kay Adam, der sich jedoch noch mehr Antworten auf elementare Fragen wünscht. "Wir brauchen eine klare Auf- und Abstiegsregelung, die sich nicht jedes Jahr ändert."

Aktuell ist es noch offen, ob eine Meisterschaft den Sprung in eine höhere Spielklasse ermöglicht. In welchen Eishallen die Ice Aliens künftig ihre Visitenkarte abgeben werden, steht hingegen bereits fest. In der auf "Regionalliga-West" umgetauften Staffel treten zwölf Mannschaften an, darunter alte Bekannte und Neulinge. In einer Einfachrunde qualifizieren sich die besten sechs Teams für die Meisterrunde, in der die besten vier Teams in Play-off-Spielen den Titel unter sich ausmachen. Die restlichen sechs Vereine spielen eine Relegationsrunde.

Die wichtigste Änderung im Vergleich zur Vorsaison betrifft die Hauptrunde, die nicht mehr als Doppel- sondern nur noch als Einfachrunde ausgespielt wird. "Das ist ärgerlich, da wir trotz einer höheren Anzahl an Mannschaften vier Heimspiele weniger haben. Das ist natürlich ein finanzieller Verlust für uns", erklärt Adam.

Schlussendlich ist der neue Modus jedoch die Antwort der Vereine auf die Posse um die Organisation und Verwaltung der Oberliga-Saison 2014/2015. Bereits im Oktober 2015 gründeten mehrere Klubs - darunter Duisburg, Essen und Herne - den Eishockeyverband Nordrhein-Westfalen (EHV NRW), dem mittlerweile alle in NRW ansässigen Vereine (37) angehören. Durch seine Aufnahme in den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) und seiner Mitgliedschaft im Landessportbund (LSB) übernimmt der Verband die Leitung des Spielbetriebs vom Eisportverband Nordrhein-Westfalen (LEV NRW).

Einige Fragen sind aber weiterhin offen - besonders bezüglich der künftigen Rolle des LEV NRW, der sich letzten Sommer durch sehr fragwürdige Entscheidungen selbst ins Abseits katapultiert hatte. Bei einem Termin zwischen Verbänden und Vereinen am Dienstag wurde über eine Kooperation oder Fusion des EHV NRW und LEV NRW diskutiert, allerdings ohne ein finales Ergebnis. Ein Trend hin zu ruhigeren Zeiten ist jedoch erkennbar.

Quelle: RP
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