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Lokalsport
Ice Aliens: Kurze Fahrt - hitziges Spiel

Ratingen. Die Ice Aliens treten morgen (20 Uhr) beim Neusser EV an. Den Meister der Regionalliga West erwartet ein heißes Derby. Von Nils Jewko

Eigentlich ist es für die Ratinger Ice Aliens nur eine kurze Fahrt auf die andere Rheinseite. Lediglich 30 Kilometer liegen zwischen dem heimischen Sandbach und der Eishalle des Neusser EV, dem morgigen Gegner (20 Uhr) des amtierenden Meisters in der Eishockey-Regionalliga-West. Klar, die Anreise ist für die Mannschaft um Kapitän Dennis Fischbuch im Vergleich zu vielen anderen Auswärtsspielen kurz. Doch, das zeigen die Begegnungen der letzten Jahre, gehört die Partie beim langjährigen Rivalen längst nicht zu den Lieblingsaufgaben der Ice Aliens.

"Die Spiele gegen Neuss sind immer schwer. Und diese Saison spielen sie auch noch sehr gut", sagt Stürmer Benjamin Musga. Noch deutlicher formuliert es dagegen Alexander Jacobs: "Neuss arbeitet immer hart, ist sehr diszipliniert und legt in die Spiele gegen Ratingen die meiste Energie rein", sagt der Trainer der Ice Aliens. "Viele Spieler haben eine Ratinger Vergangenheit und sind deswegen immer hochmotiviert."

Maximilian Bleyer ist da nur ein Name, der zu nennen wäre. Fünf Jahre trug der Stürmer das Trikot der Ice Aliens, heute ist der 24-Jährige der aktuelle Topscorer der Neusser und steht damit maßgeblich für die derzeitige Stärke der Gastgeber. "Neuss ist offensiv gut drauf", sagt Jacobs über den drittbesten Angriff der Liga (42 Tore). "Aber wir wissen, was uns erwartet und was von uns gefragt ist." Die Liste des niederländischen Trainers und von Musga sieht dabei allen voran drei Dinge vor: Die Räume in der Defensive sollen eng gemacht und Konter sowie Strafzeiten nach Möglichkeit vermieden werden.

Letzteres dürfte nicht ganz so einfach werden. Eine hitzige Atmosphäre auf dem Eis ist typisch für das Nachbarschaftsduell - auf den Zuschauerrängen ist dagegen meist nicht einmal etwas von einer Derby-Stimmung zu spüren. "Es sind oft nur wenige Zuschauer in der Eishalle in Neuss. Dadurch fehlt die gewisse Extramotivation, wie sie für ein klassisches Derby üblich ist", sagt Musga. Das geringe Zuschauerinteresse ist aber kein typisches Neusser Problem, auch in Ratingen ist ein Klagen über fehlende Fans immer wieder zu vernehmen.

Zurück zum Sportlichen: Da hat Jacobs nämlich immer weniger fehlende Spieler zu beklagen. Die Krankheitswelle, die in den letzten drei Wochen durch die Reihen der Ice Aliens gegangen ist, scheint endgültig überwunden. "Der Großteil der Mannschaft ist an Bord. Einige Jungs haben noch mit kleinen Blessuren zu kämpfen", sagt Jacobs.

Mit den neuen Optionen wollen die Aliens nach dem "unnötigen Penaltyschießen" (Musga) in Lauterbach am vergangenen Sonntag gegen Neuss an die ersten beiden Drittel aus dem Spiel gegen die Hessen anknüpfen. "Wenn wir diese Leistung wieder abrufen können, wäre das eine gute Ausgangslage für einen Sieg", meint Jacobs. "Wichtig ist mir aber, dass wir jede Woche einen Schritt nach vorne machen." Der nächste soll jetzt in Neuss folgen.

Quelle: RP
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