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Lokalsport
Ice Aliens sind krank: Spiel in Herford steht auf der Kippe

Ratingen. Trainer Alexander Jacobs stehen womöglich weniger als neun erforderliche Spieler des Eishockey-Regionalligisten zur Verfügung. Von André Schahidi

Das Telefon von Alexander Jacobs stand gestern nicht still, im stetigen Takt gingen Nachrichten ein. Der Trainer der Ratinger Ice Aliens hatte aber nicht etwas Geburtstag - fast jede dieser Nachrichten war für den Niederländer eine Hiobsbotschaft. "Ich habe eine Absage nach der anderen für das Training erhalten. Ich bin ein bisschen ratlos, wie wir in Herford antreten sollen."

Das Duell in der Eishockey-Regionalliga steht eigentlich für heute (20.30 Uhr) auf dem Programm. "Nur weiß ich nicht, wie wir die geforderten neun Feldspieler plus zwei Torhüter zusammen bekommen sollen", sagt Jacobs. Denn Stand gestern waren sieben Spieler krank, zwei verletzt - und zwei weitere sind aufgrund beruflicher Verpflichtungen nicht verfügbar. Dabei sind auch die Torgaranten der Aliens - Milan Vanek und Stepan Kuchynka haben die Grippe, Dennis Fischbuch ist verletzt. Und Matthias Potthoff muss arbeiten. "Benjamin Musga ist sogar zwei Wochen nicht dabei, weil er beruflich nach Ungarn muss", sagt Jacobs, der selbst die ganze Woche mit einer Grippe flach lag. "So etwas habe ich in 20 Jahren als Eishockey-Trainer noch nicht erlebt", betont Jacobs. "Wenn einer in der Mannschaft krank ist, kann man meist die Uhr danach stellen, wann es weitere erwischt. Aber gleich so viele Jungs mit Grippe? Das hatte ich noch nicht."

Versuche der Aliens, die Partie in Rücksprache mit dem Gegner zu verlegen, seien bislang auf taube Ohren gestoßen. "Natürlich ist es einfacher, gegen uns zu gewinnen, wenn uns viele Spieler fehlen. Aber so denke ich nicht. Ich finde das schade", sagt Jacobs. "Wenn ein Gegner mich mit solchen Problemen anrufen würde, ich würde immer versuchen, eine gerechte Lösung zu finden. Man möchte doch nicht gegen eine Rumpfmannschaft antreten."

So bleiben, Stand gestern Abend, zwei Möglichkeiten. Entweder melden sich im laufe des heutigen Freitags noch genug Spieler zurück, damit wenigstens zwei Reihen in Herford auflaufen können. Oder aber die Aliens treten nicht an - eine Niederlage am Grünen Tisch wäre die Folge. "Ich hoffe noch auf Wunderheilungen", betont Jacobs.

Für das zweite Spiel am Sonntag (19.30 Uhr) beim Tabellenletzten Grefrath ist die Problematik die gleiche. "Das ist zwar noch vier Tage hin, aber auch hier weiß ich nicht, wer bis zum Spiel wieder fit ist - oder ob sogar neue Ausfälle hinzukommen." Dass es sich beim Gegner um das bislang punktlose Tabellenschlusslicht handelt, macht die Aufgabe für den Trainer nicht einfacher: "Wenn so viele Spieler ausfallen, wird auch eine Partie beim Tabellenletzten ein Höllenritt." So bleibt nur zu hoffen, dass in den nächsten Tagen wieder gute Nachrichten das Telefon des Trainers erreichen.

Quelle: RP
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