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Ice Aliens spielen heute in Pink

Lokalsport: Ice Aliens spielen heute in Pink
Pink steht im Mittelpunkt: Stepan Kuchynka, Dennis Kohl, Dennis Fischbuch und Milan Vanek (v.l.) präsentieren die Maske von Torhüter "Kohletti". FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Im Eishockey-Duell (heute, 20 Uhr) gegen Neuwied unterstützen die Ratinger den Kampf gegen Brustkrebs. Von André Schahidi

Dennis Kohl hat an fast alles gedacht. Der Helm - pink. Schlägertape - pink. Sogar die Schnürsenkel für den Halsschutz, man ahnt es: pink. Nur Fang- und Stockhand hat der Eishockey-Torhüter in seinen "natürlichen" Farben gelassen. "Ich habe da aber auch drüber nachgedacht, da gibt es ja Folien für. Dann hätte ich aber meine Sachen eine Woche nicht gehabt. Und wir trainieren ja fast jeden Tag", sagt er.

Und wofür ist der ganze Aufwand? Für das Spiel der Ratinger Ice Aliens heute Abend (20 Uhr) gegen den EHC Neuwied, ein Spiel, das im Zeichen des "Pinktobers" steht - ein Aktionsmonat gegen Brustkrebs, der 1985 von der amerikanischen Krebs-Gesellschaft ins Leben gerufen wurde. Die Kölner Haie oder Eisbären Berlin liefen beispielsweise schon mit pinken Trikots auf - und nun auch die Ice Aliens. "Wir wollen helfen", sagt Stürmer Milan Vanek. "Und das Bewusstsein für eine Krankheit wecken, deren Betroffene das oft als Tabuthema sehen. Das muss nicht sein, dazu wollen wir beitragen."

Die von der Mannschaft extra für dieses Spiel bestellten pinken Trikots werden im Anschluss an die Partie im VIP-Raum versteigert - und der gesamte Erlös kommt dem Düsseldorfer Verein "Zebra" zugute, ein Brustkrebsberatungszentrum, das in moderne Technik investiert und versucht, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. "Es rührt mich total, dass sich eine Mannschaft, bestehend aus jungen Männern, für unseren Kampf gegen Brustkrebs engagiert", sagt Ingrid Resch, die Vorsitzende von Zebra. "Das Thema ist ja gerade für Männer eigentlich weit weg. Aber Brustkrebs ist bei Frauen der häufigst auftretende Krebs, Früherkennung, Vorsorge und daher ist diese Aktion für uns fast noch mehr wert als Geld, auch wenn wir jeden Cent gut gebrauchen können." Und deshalb werden die Aliens fleißig sammeln: Die Trikots werden nach dem Spiel zum Startpreis von 49 Euro versteigert, im Internet konnten bereits erste Gebote abgegeben werden. Auch der Erlös des Puckwerfens sowie eine Sammlung des Aliens-Nachwuchses kommt Zebra zugute. "Wir hoffen auf eine große Summe", betont Vanek. Rund 300 Fans der Gäste haben sich per Schiff angekündigt - und wollen schon auf der Fahrt zusammenschmeißen.

Der Verein hat alle Sponsoren eingeladen, auch Zebra hat sich zum Spiel angekündigt. "Wir werden mit geballter Frauenpower am Start sein und die Aliens anfeuern", betont Resch.

Und Dennis Kohl? Die pinke Maske bekommt einen Ehrenplatz bei ihm zuhause. "Ich hatte Krebsfälle in der Familie", sagt er. "Für mich ist das eine sehr emotionale Sache. Deshalb kann ich die Maske auch nicht versteigern." Sein pinkes Trikot aber - das ist für den Liebhaber zu ersteigern. Und für den guten Zweck.

Quelle: RP
 
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