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Ice Aliens spielen nur ein Drittel gut

Lokalsport: Ice Aliens spielen nur ein Drittel gut
Handfeste Argumente: Dennis Appelhans (r.) kämpft gegen Marco Herbel. Der Fight endet in einem Sieg durch technischen K.o. für den Ratinger. FOTO: Markus Szczepanski
Ratingen. Der Meister des Regionalliga West spielt gegen Dietz-Limburg nur im Mitteldrittel gut und gewinnt 7:6 (2:3, 4:0, 0:3, 1:0) nach Penaltys. Von André Schahidi

Die Ice Aliens nehmen die Wechselhafte Form der Vorbereitung auch mit in die erste Partie in der Regionalliga West: Im Duell mit dem Liga-Neuling EG Dietz-Limburg liefert der Meister zwar ein fast perfektes Mitteldrittel ab - ein schwacher Torhüter und zwei mäßige Drittel reichen beim 7:6 (2:3, 4:0, 0:3, 1:0)-Sieg nach Penaltyschießen nur zu zwei Punkten.

Die peinlichste Szene des Spiels lieferte der Limburger Andreas Wichterich kurz vor der zweiten Drittelpause ab. Nach einem Disput mit Ratingens Florian Pompino, bei dem beide Spieler extrem nah bei einander standen, sackte der Abwehrspieler der Gäste plötzlich wie erschossen zusammen, hielt sich den Kopf. Er deutete einen Kopfstoß an, der im Eishockey normalerweise mit einer Matchstrafe geahndet wird. Blöd nur: Pompinos Kopf hatte sich keinen Milimeter bewegt. Und so wussten auch die Schiedsrichter nicht so recht, was sie mit der Szene anfangen mussten. Sie gaben Pompino nicht ganz regelkonforme zwei Minuten. Das Publikum hatte die Szene indes besser bewertet: "Du machst dich lächerlich", skandierten sie in Richtung Wichterich, der gekrümmt vor lauter Phantomschmerzen zur Spielerbank schlitterte.

Die Schauspieleinlage war fast noch grotesker als die Leistung der Aliens, die zu Beginn und Ende des Spiels eine kollektive Tiefschlafphase hinlegten. Keine zehn Minuten waren gespielt, da lagen die Hausherren 0:2 hinten - beide Male ließ der an diesem Abend unsichere Goalie Christoph Oster einen Schuss abprallen.

Ratingen steckte nicht auf, kam im erstbesten Powerplay zum 1:2 durch Stepan Kuchynka. Doch weil die Aliens-Abwehr im ersten Drittel überhaupt nicht beisammen war, kam Ex-DEL-Profi Andrej Teljukin, der pikanterweise einst für die in Ratingen nicht gerade beliebten Revier Löwen Oberhausen spielte, in Unterzahl zum 3:1: Er brachte den Puck im leeren Tor unter, weil Oster viel zu weit aus dem Gehäuse fuhr. Immerhin schien der Treffer die Ratinger zu beflügeln. Noch im gleichen Powerplay erzielte Matthias Potthoff den Anschluss per Bauerntrick. "Wir haben zu viele Chancen ausgelassen", meinte Trainer Alexander Jacobs zum Auftaktdrittel.

In den zweiten 20 Minuten zeigten die Gastgeber dann, zu was sie in der Lage sein können. Durch Treffer von Dennis Fischbuch, Sebastian Schröder, Marvin Moch und Alexander Schneider drehten die Aliens das Spiel komplett. Doch danach bauten die Aliens jedoch dramatisch ab. "Im letzten Drittel ist alles schiefgegangen, so habe ich das nicht erwartet. Wir haben komplett die Konzentration verloren", sagte Jacobs. So trafen wieder nur noch die Gäste, die den Ausgleich fünf Minuten vor dem Ende sogar erneut in Unterzahl erzielten. Die Aliens hatten noch Glück, als Martin Brabec in der Schlussphase alleine vor Christoph Oster scheiterte.

Nach der Schlusssirene feierten die Gäste das Remis schon wie einen Sieg - doch dabei blieb es auch: Alexander Schneider verwandelte den einzigen Penalty des Abends und sicherte seinem Team wenigstens zwei Punkte. "Wir haben heute einen Punkt verloren", sagte Jacobs. "Wir werden in der Woche über einiges reden müssen, wie das letzte Drittel gelaufen ist, damit kann ich nicht zufrieden sein."

Quelle: RP
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