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Lokalsport
Ice Aliens stehen mit einem Bein im Play-off-Finale

Ratingen. Der Eishockey-Viertligist siegt in einem harten Spiel 4:1 bei den Luchsen. Das letzte Ligaspiel in Dortmund wurde zur Farce - 2:10. Von André Schahidi

Wenn verpatzte Generalproben ein Garant für gute Aufführungen sind, dann konnte beim ersten Play-off-Spiel der Ratinger Ice Aliens in der 1. Liga West eigentlich nichts schief gehen. Denn die Generalprobe, das letzte (bedeutungslose) Liga-Spiel der Außerirdischen in Dortmund, wurde zu einer peinlichen Angelegenheit. 2:10 verlor die Mannschaft von Alexander Jacobs. Ein paar Tore zu hoch, um das noch unter "Warmlaufen für die Play-offs" zu verbuchen. Immerhin schaffte es das Team zwei Tage später, den Schalter wieder umzulegen und gewann in einem harten, lange umkämpften Spiel im Lauterbacher Eisschrank am Ende sehr deutlich mit 4:1 (1:0, 1:0, 2:1).

Pascal Behlau leistete sich in Dortmund gar noch die Dummheit einer Spieldauerstrafe, wodurch er das Spiel bei den Luchsen verpasste. Dick eingepackt saß er in der tiefgefrorenen Eishalle der Hessen und sah ein Spiel, in dem zunächst vor allem die Aliens in Unterzahl agierten. Denn im ersten Drittel hagelte es Strafen, gleich mehrfach spielten die Außerirdischen in doppelter Unterzahl. Lucas Becker erlebte die erste Drittelpause nicht - er durfte nach einem überharten Bandencheck mit einer Spieldauer-Strafe Duschen gehen.

Trotz der vielen Strafen gingen die Gäste in Führung. Jan-Philipp Priebsch schloss einen Konter zum 1:0 für Ratingen ab. Und im zweiten Drittel erhöhte Robert Licau nach 26 Minuten mit einem schönen Schuss in den Winkel auf 2:0. Die Luchse versuchten es nun mit etwas unfaireren Mitteln: Innerhalb kurzer Zeit verletzten sie Maurice Becker und den Torschützen Licau. Becker kam noch vor der zweiten Sirene zurück aufs Eis - bei Licau schien die Verletzung durch einen Schläger oder Schlittschuh, genau war das nicht zu erkennen, etwas härter, er wurde noch während des Spiels. Strafen gegen Lauterbach gab es dafür übrigens nicht. Dafür agierten jedoch die Aliens, vor allem die erste Reihe um Dennis Fischbuch, Stepan Kuchynka und Milan Vanek, immer gefährlicher - nur treffen wollten sie einfach nicht. Noch nicht.

Denn in der Schlussphase schossen die Aliens die Gastgeber ab. Zwei Minuten waren im letzten Abschnitt gespielt, als Stepan Kuchynka das 3:0 erzielte, keine vier Minuten später traf der Tscheche zum 4:0. Der Anschlusstreffer zum 1:4 kurz vor Schluss war da eine unnötige Ergebniskosmetik.

Trotz des späten Gegentreffers stehen die Aliens bereits jetzt mit einem Bein im Play-off-Finale. Da das Halbfinale im unsäglichen Hin- und Rückspielmodus absolviert wird, sind die Aliens nach dem 4:1-Erfolg in Osthessen bereits frühzeitig auf Rosen gebettet. Das Rückspiel findet Freitag (20 Uhr) am Sandbach statt, Lauterbach muss das Spiel mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnen.

Quelle: RP
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