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Eishockey
Ice Aliens wollen den Kader umbauen - aber behutsam

Eishockey: Ice Aliens wollen den Kader umbauen - aber behutsam
Wer darf bleiben? Auch schon vor dem letzten Spiel der Aliens in der Frankfurter Eissporthalle wird die durchwachsene Saison des Eishockey-Oberligisten analysiert. FOTO: RIA
Ratingen. Das letzte Spiel in Frankfurt gerät zur Nebensache - die Verantwortlichen des Eishockey-Oberligisten suchen neue Spieler. Von Nils Jewko

Bei den Ratinger Ice Aliens richtet sich der Blick nach vorn. Vor dem finalen Spiel der Pokalrunde bei den Löwen Frankfurt 1b (Samstag, 20 Uhr) haben die Verantwortlichen am Sandbach mit der aktuellen Spielzeit abgeschlossen und die Planungen für die Saison 2015/2016 aufgenommen. Ideen und Vorstellungen sind beim Eishockey-Oberligisten bereits vorhanden und betreffen besonders den sportlichen Bereich. Ein Hauptpunkt auf der Agenda der Verantwortlichen: das Auftreten und die Zusammensetzung der Mannschaft. "Wir wollen einen Tick professioneller werden", erklärt Trainer Alexander Jacobs, der als erste Maßnahme einen frühzeitigen Beginn des Sommertrainings am 1. Juli plant.

Welche Spieler dabei ins Schwitzen geraten, ist derzeit noch völlig offen. Einen großen personellen Umbruch werde es allerdings nicht geben, sagt der 1. Vorsitzende Dr. Kay Adam. "Der Kern des Teams wird zusammenbleiben." Punktuelle Veränderungen am Kader sind jedoch geplant und auch erste Gespräche mit zwei potenziellen Neuzugängen wurden bereits geführt. Die durchwachsene Saison nennt man in Ratingen aber nicht als Hauptgrund für neue Gesichter in den eigenen Reihen. "Wir dürfen nur 15 Spieler in der Mannschaft haben, die über 23 sind. Daher müssen wir den Kader verjüngen", erklärt Adam mit Blick auf die geltende U23-Regelung in der Oberliga.

Erste Erkenntnisse über junge Talente konnten die Ice Aliens bereits unter der Woche im Rahmen eines "Try Outs" (eine Sichtung von Spieler) für Nachwuchsakteure von Vereinen aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) sammeln. Die Leistungen der eigenen Spieler werden dagegen auf den Prüfstand gestellt. "Wir werden schauen, wer die Erwartungen erfüllt hat und wer nicht", sagt Jacobs.

Die Chance, die eigenen Qualitäten vor der Sommerpause ein letztes Mal unter Beweis zu stellen und sich für einen neuen Vertrag zu empfehlen, können aber längst nicht alle Spieler ergreifen. Denn für die Partie in Frankfurt fehlen den Ice Aliens gleich sieben Spieler. Torhüter Bastian Jakob und Stürmer Marvin Moch müssen wegen einer Schulterverletzung passen, während Benjamin Jakob, Jan-Philipp Priebsch, Marc Höveler und Jan Nekvinda aus beruflichen Gründen nicht mit in die Mainmetropole reisen können. Zusätzlich steht einem Einsatz von Simon Migas eine Sperre, die er im Spiel in Schönheide im Wege.

Aus sportlicher Sicht hat die Begegnung ohnehin keine großen Auswirkungen auf die Tabelle. "Es ist für beide Teams schwer, sich für so ein Spiel zu motivieren, da es um nichts mehr geht", sagt Jacobs, der mit einem aufgestockten Kader der Gastgeber durch Spieler aus der ersten Mannschaft rechnet. Trotz der eigenen Personalmisere will der Niederländer die Saison jedoch unbedingt mit einem Erfolg beenden: "Wir wollen gewinnen, um mit einem positiven Gefühl in die Sommerpause zu gehen."

Quelle: RP
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