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Lokalsport
Ihlas Bebou trumpft in Wegberg-Beeck auf

Ratingen. Eigentlich ist es völlig egal, in welcher Liga der Gegner spielt. Tore fallen meist, wenn schnell gespielt wird oder Zweikämpfe gewonnen werden. Das war gestern auch beim Oberligisten FC Wegberg-Beeck der Fall. Am Ende setzte sich Fortuna mit 8:1 (6:0) durch. Auffälligster Akteur war Ihlas Bebou, der an fünf Toren vor der Pause beteiligt war und dann in der Kabine blieb. Heute erwartet Trainer Friedhelm Funkel von Bebou und Torhüter Lars Unnerstall die Erklärung, ob sie bleiben oder aber den Verein trotz der bis 2017 laufenden Verträge verlassen wollen; sie hatten um Bedenkzeit gebeten. "Wenn sie nicht bleiben wollen, wird das natürlich Konsequenzen nach sich ziehen", hatte der Trainer angekündigt.

Nach ausgeglichener Anfangsphase und einer schönen Kombination der Gastgeber übernahm Fortuna das Kommando. Höhepunkt der ersten Halbzeit war ein Dreierpack innerhalb von 150 Sekunden. Den Torreigen eröffnete nach einer Flanke von Ihlas Bebou Özkan Yildirim, der den Ball geradezu lässig, wie im Training, mit der Hacke ins Netz beförderte - aber sehenswert war das allemal. Dann zeigte Yildirim aber auch, dass er arbeiten kann. Von seiner Balleroberung profitierte Emmanuel Iyoha, der auf 2:0 erhöhte. Bebou wiederum traf nach einer Hereingabe von Anderson Lucoqui.

Zehn Minuten lang ließ es Fortuna etwas ruhiger angehen, dann folgte die zweite Welle mit drei weiteren Tore. Iyoha erzielte seinen zweiten Treffer nach einer Flanke von Bebou. Wenig später wurde dieser im Strafraum gefoult und Taylan Duman verwandelte den Elfmeter. Bebou wiederum traf zum 6:0-Halbzeitstand. Einziger Wermutstropfen: Lucoqui wurde kurz vor der Pause derart rustikal von den Beinen geholt, dass er in der Kabine bleiben musste.

Nach der Pause verflachte die Partie. Aufgrund der Wechsel benötigte die Mannschaft einige Zeit, um ihren Rhythmus wiederzufinden. Jerome Kiesewetter trug sich noch zwei Mal in die Torschützenliste ein, ehe die Fortuna den Gastgebern das Ehrentor ermöglichte. "Das war ein guter Abschluss einer anstrengenden Woche", sagte Funkel, der aus dem einwöchigen Trainingslager im Westerwald mit der Mannschaft angereist war. "Die Spieler haben, was körperlich möglich ist, in die Waagschale geworfen. Das Ergebnis interessiert mich weniger, aber ich bin insgesamt zufrieden."

(ths)
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