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Lokalsport
"Joker" Karakitsos bringt Heiligenhaus die Wende zum Erfolg

Heiligenhaus. Der Offensivspieler kann nicht so oft trainieren - doch beim 4:1 gegen Rath kann Trainer Grabotin auf den Griechen bauen. Von Werner Möller

Es hakte nach starker Anfangsphase bei der SSVg Heiligenhaus im Landesliga-Heimspiel gegen den Rather SV. Und die Gäste, der Mitaufsteiger, führten vor 110 Zuschauern beim Wechsel 1:0.

Da ging der Heiligenhauser Trainer Dietmar Grabotin auf seinen Regisseur Christos Karakitsos zu, den er völlig überraschend auf die Bank versetzt hatte. "Mach dich warm, Christos", so Grabotin. Der Linksfuß mit griechischen Wurzeln folgte lächelnd, darauf hatte er auch gewartet. "Ich versteht den Trainer", so Karakitsos, "dass er mich nicht sofort aufgestellt hat. Aber ich kann nicht regelmäßig trainieren. Ich stehe mitten in den Prüfungen zum Speditionskaufmann, muss mehrfach in der Woche an die Uni nach Essen." Nach seiner Einwechslung bot der Offensivspieler eine Leistung, die man als absolute Klasse bezeichnen muss - und Heiligenhaus gewann das Spiel noch 4:1.

Zunächst setzte Karakitsos gleich nach dem Wiederanpfiff einen gewaltigen Schuss ins Außennetz, aber wenige Minuten später (50.) machte er es besser. Nach dem Superpass von Hakan Yalcinkaja über 30 Meter umkurvte Karakitsos noch den Rather Torwart Damian Liesemann und schoss locker zum 1:1 ein. Das war freilich längst nicht alles, was der Filigrantechniker zu bieten hatte. Beim 2:1 setzte er sich an der rechten Grundlinie in Szene, umspielte seinen Verteidiger und gab geschickt herein. Shunsaka Fujita brauchte zum 2:1 nur noch abzustauben (55.). Auch das 4:1 geht auf die Kappe des Griechen.

Da schickte er mit einem Glanzpass Mustafa Kalkan auf die Reise und der hatte freie Bahn. Das war der Endstand - 4:1, Heiligenhaus holte so aus seinen drei Heimspielen sieben Punkte. Und Grabotin war glücklich: "Christos war unser Matchwinner. Wir haben eine tolle zweite Halbzeit geboten." Manager Bernd Wagner setzte noch einen drauf: "Die zweite Hälfte war das Beste seit ewigen Zeiten. Alle vier Tore waren einfach herrlich."

Schmerzhaft endete das Spiel für Kalkan, der seinen fünften Saisontreffer erzielte: "Ich glaube, ich habe mir die Hand gebrochen. Aber Hauptsache, der Ball war drin." Da hatte der 23-Jährige, der vorher vier Großchancen ausließ, die Kugel genau unter die Latte gehämmert.

SSVg: Bas - Horn, van Schwamen, Top, Fürguth, Ali-Khan (83. Hiddi Aydogan), Yalcinkaja, Dogan, Cavdar (46. Karakitos), Fujita, Kalkan (87. Altan Top). Tore: 0:1 Alon Abelski (11.), 1:1 Karakitsos (50.), 2:1 Fujita (55.), 3:1 Top (77.), 4:1 Kalkan (85.).

Quelle: RP
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