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Lokalsport
Kölner Pferd gewinnt auf der Galopprennbahn

Düsseldorf. Der Sieg im Hauptereignis des letzten Renntags der Saison auf der Grafenberger Galopp-Rennbahn ging nicht ganz unerwartet in die Domstadt. Millowitsch, benannt nach dem populären Volksschauspieler, kam zu einem souveränen Start-Ziel-Sieg, was die Lokalpatrioten unter den 8000 Zuschauern vielleicht weniger gefreut hat, dafür aber diejenigen, die ihr Geld auf den vier Jahre alten Hengst aus Köln gesetzt hatten. Zur Quote von 23:10 war er als Favorit ins Rennen gegangen.

"Schon als er runter zur Rennbahn ging, da wusste ich, heute geht es", gab Jockey Andreas Helfenbein anschließend zu Protokoll, "der war so ruhig und gelassen, der ist richtig erwachsen geworden." Im Rennen selbst ließ sich der Hengst, der von Markus Klug in Köln-Heumar für Alexandra Renz trainiert wird, auf nichts ein, hatte von Beginn an alles unter Kontrolle.

Für Millowitsch wird es nächstes Jahr weitergehen. "Da wird er noch besser", sagte Helfenbein, der das Pferd selbst ausgebildet hat. Ob er ihn im kommenden Jahr noch reiten wird, ließ er jedoch im Unklaren. "Vielleicht beende ich ja meine Karriere", orakelte er. Vor wenigen Wochen wurde er 50 Jahre alt, ist längst der Senior in der Umkleidekabine der Jockeys: "Irgendwann ist halt mal Feierabend." Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel, selbst mit einer beinahe klassischen Jockeyfigur ausgestattet, legte an dieser Stelle jedoch sein Veto ein: "Der ist doch noch gut dabei, der muss doch noch gar nicht aufhören." Es war zum Finale eine stimmige Veranstaltung bei bestem Herbstwetter. Einen Heimsieg gab es auch, als Alsterprinz aus dem Stall von Sascha Smrczek im fünften Rennen des Tages zum Zuge kam.

(dd)
 
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