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Handball
Linkshänder Jacobs bringt SG Ratingen mehr Flexibilität

Ratingen. Beim Sieg des Handball-Drittligisten über Dinslaken fehlt der Neuzugang aber noch im Aufgebot. Von Nils Jewko

Kontakte sind im Sport viel wert, um neue Spieler zu verpflichten oder neue Sponsoren zu finden. Das weiß auch Simon Breuer - und so nutzte der Spielertrainer der SG Ratingen den Draht zu seinem Heimatverein in Aachen für die Verpflichtung von Carsten Jacobs. Im 24-jährigen Linkshänder wechselt der Torschützenkönig der vergangenen Saison in der Oberliga-Mittelrhein zum Löwenrudel und beendet damit eine lange Suche nach einem geeigneten Kandidaten für die vakante Position im Rückraum. "Ich kenne den Jungen seit fast 20 Jahren und habe sehr lange gezögert, mit ihm Kontakt aufzunehmen. Er hat eine große Bedeutung für den BTB Aachen, aber eröffnet uns auch mehr Flexibilität im Rückraum", erklärt Breuer.

Jacobs stand zum ersten Mal mit drei Jahren auf dem Parkett und spielte in seiner Karriere bisher nur für seinen Heimatverein. "Ich habe mir die Entscheidung gewiss nicht leicht gemacht. In Aachen sind mir alle ans Herz gewachsen", sagt der Sportmanagement-Student, "mir eröffnet sich hier aber eine große Chance, die ich unbedingt ergreifen möchte." Durch Gespräche mit Breuer und Bastian Schlierkamp sowie einem Probetraining habe sich sein guter Eindruck vom Verein bestätigt, erklärt Jacobs. Nach zahlreichen Telefonaten und Absagen war auch Manager Schlierkamp erleichtert, die offene Lücke im Kader rund zwei Wochen vor dem Saisonstart schließen zu können.

Im Testspiel beim MTV Rheinwacht Dinslaken stand der Linkshänder aber noch nicht im Aufgebot der SG. Gegen den Oberligisten setzten sich die Ratinger jedoch auch ohne den Neuzugang mit 32:26 (17:13) durch - auch wenn Breuer von der Vorstellung seiner Spieler nicht begeistert war. "Das war kein gutes Spiel von uns. Beide Torhüter haben ihre Sache gut gemacht, aber sonst war die Leistung eher bescheiden", sagte der 33-jährige Diplom-Sportwissenschaftler. Nach knapp vier Wochen Vorbereitung mit vielen Trainingseinheiten und Testspielen habe die Spritzigkeit gegen die zwei Klassen tiefer spielenden Gastgeber gefehlt. "Die Beine waren schwer und die Müdigkeit war spürbar. Es ist aber normal, dass sich bei so einer Belastung irgendwann ein kleiner Durchhänger einschleicht", erklärte Breuer.

Weniger intensiv werden die kommenden Tage für die Akteure der SG allerdings nicht. Nach einem Testspiel gegen den Bergischen HC II (gestern Abend) steht ab heute ein zweitägiges Trainingslager inklusive einer Partie in den Niederlanden auf dem Programm. Neben dem Einstudieren von Spielzügen steht dabei auch das Teambuilding im Vordergrund - und für Jacobs bietet sich damit eine gute Möglichkeit, sein neues Umfeld und seine neuen Mannschaftskollegen kennenzulernen.

Quelle: RP
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