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Lokalsport
Lintorf bleibt auf Tuchfühlung zur Spitze

Lintorf. Der Handball-Verbandsligist setzt sich ohne große Mühe gegen Langenfeld II durch und bleibt Tabellenführer Überruhr auf den Fersen. Trainer Christian Beckers ist nicht ganz zufrieden. Von Werner Möller

Der TuS Lintorf muss sich gedulden bis zur möglichen Rückkehr an die Verbandsliga-Spitze, denn auch die SG Überruhr ganz oben punktet mit großer Regelmäßigkeit. Das Heimspiel des TuS 08 gegen die SG Langenfeld II verlief recht einseitig, der Tabellenzweite war einfach zu überlegen. Er lag immer klar vorne und wurde nie richtig gefordert bei seinem 30:25-(17:11)-Heimsieg.

Trainer Christian Beckers schonte seinen grippegeschwächten Spielmacher Max Kronenberg, aber alle anderen, auch die Töpfer-Brüder, wirkten putzmunter. Vor allem Christoph Lesch, der erneut bestätigen konnte, dass er sich mit seinen 32 Jahren in der Form seines Lebens befindet. Zehn Bälle setzte der stets hart werfende Linkshänder den Gästen in die Maschen, sie konnten in der Regel nur staunen, wie die Geschosse einschlugen.

Im Tor stand bis in die Schlussphase der 19 Jahre alte Laurits Gerdes. Auch er ist mit seinem unspektakulären Torwart-Verhalten ein Gewinn für die Mannschaft. Zudem konnte Stefan Sosalla überraschend mitwirken, seine Armverletzung war weitgehend abgeklungen. Vor allem aber war sein Mitwirken für die Abwehr wichtig, sie bleibt auch nach diesem Spiel die Beste der gesamten Verbandsliga.

In Lintorf sind jedenfalls alle zufrieden - mit dem Tabellenstand, dem besten Torverhältnis der Liga und dem Gesamtbild der Mannschaft. Manager Kalle Töpfer: "Wir konnten mit einem klaren Sieg ins neue Jahr starten, das ist erst einmal eine tolle Sache. Im Dezember lief es schließlich nicht ganz nach unseren Wünschen. Zudem kam mit dieser Langenfelder Truppe kein einfacher Gegner."

Christian Beckers ist kein Trainer, der schnell zum Jubel neigt. So auch diesmal nicht. "Im Angriff hatte ich mir mehr Flüssigkeit erhofft," sagte der 28-Jährige. "Wir haben aber erheblich besser verteidigt, mehrfach schon mit sechs Toren vorne gelegen und wenn dann zum Spielende hin das Tempo etwas nachlässt, dann muss man schon gewisses Verständnis zeigen. Klar, Handball mit viel Power, den sehen alle lieber, aber 30 Tore, die müssen erst einmal geworfen werden."

Kommenden Samstag geht es nach Wuppertal zur TG Cronenberg (18 Uhr). Dann müssen seine Schützlinge mit der Favoritenrolle klarkommen. Bei einem Gastgeber, der noch längst nicht gesichert ist.

TuS 08: Gerdes, ab der 46. Tobi Töpfer - Friedrich, Ziebold 3, Bauerfeld 1, Rose 1, Sossalla 4, Lesch 10, Held 2, Niki Töpfer 3, Löwenstein 1, Wettemann 2, Ignarski, Kropp 3. Zuschauer: 140.

Quelle: RP
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