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Lokalsport
Lintorf ist im Derby nur noch Verfolger

Ratingen. Gegner Angermund ist in der Handball-Verbandsliga längst am TuS vorbeigezogen. Der TV muss nach Mettmann. Von Werner Möller

Der TuS Lintorf hat endlich wieder Heimrecht. Nachdem es zuletzt in fremden Hallen zweimal nichts zu holen gab und auch Platz zwei eingebüßt wurde, kommt nun der sich auf der Überholspur befindende TV Angermund an den Breitscheider Weg (Samstag, 18 Uhr). Den großen Lokalrivalen haben die Lintorfer in der Hinrunde in dessen Halle noch 31:21 deklassiert und nebenbei auch noch aus dem Kreispokal geworfen. Aber nun sieht alles anders aus. Der TVA hat sich großartig entwickelt, Platz zwei erobert, Lintorf verdrängt und scheint gegenwärtig die einzige Mannschaft der Liga zu sein, die Tabellenführer SG Überruhr den Meistertitel noch streitig machen kann.

Freilich denken die Lintorfer in keiner Weise daran, die Saison so weiter laufen zu lassen, denn die sechs Heimspiele verliefen alle beachtlich. Nur Überruhr konnte am Breitscheider Weg einen Erfolg verbuchen. Zudem verfügt der Tabellendritte weiter über die beste Abwehr der Liga. Trainer Christian Beckers gibt sich jedenfalls zuversichtlich: "Wir sind in einem Tal, ganz klar, aber gute Mannschaften müssen in der Lage sein, sich daraus schnellstens zu befreien. Unsere vier Niederlagen waren alle denkbar knapp und ich erwarte einfach, dass nur an den Sieg gedacht wird."

Der TVA kommt derweil mit breiter Brust über die Anger. In den letzten zwölf Spielen gab es nur eine Niederlage. Überruhr, das fünf Punkte Vorsprung hat, muss gleich nach Karneval an den Freiheitshagen. Dann kann die Saison noch einmal hoch dramatisch gestaltet werden. Jetzt aber sollte erst einmal der zehnte Saisonsieg her. Trainer Uli Richter: "Lintorf ist angeschlagen. Das aber macht die Sache so richtig gefährlich." Beide Mannschaften stellen Bestbesetzung.

Der TV Ratingen bewies längst, dass er jeden Konkurrenten dieser Verbandsliga schlagen kann. Er kann aber auch gegen jeden, siehe den Dauer-Punktelieferant Niederbergischer HC, verlieren. Nun geht es zum Tabellenvierten Mettmann Sport, der in dieser Woche in Remscheid (Nachholspiel) Unentschieden spielte. Mettmann ist die robusteste Mannschaft der Liga. Jan Schierweit, Andre Loschinski, Sven Ehlhardt, Tim Wittenberg, Marvin Mohrmann, solch kernige Rückraum-Torjäger und rustikale Abwehrspezialisten hat selbst Überruhr nicht. Am Europaring waren die Mettmanner für den TV zwei Nummern zu groß (25:20 für Mettmann), aber irgendwie wurmt die Ratinger diese Schlappe immer noch. Hinzu kommt, dass man als Tabellenachter völlig entspannt auflaufen kann. Mettmann, mit gewissen Meisterschafts-Ambitionen antretend, muss unbedingt gewinnen. Das gelang der Mannschaft von Trainer Jürgen Tiedermann bisher in allen sechs Heimspielen und die Ratinger wären die Ersten, die dort etwas holen würden. Trainer Ralf Trimborn sagt, nachdem sein Assistent Kai Müller den Gegner in Remscheid beobachtet hatte: "Eigentlich haben wir überhaupt nichts zu verlieren."

Quelle: RP
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