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Lokalsport
Lintorf ist nach der Pleite wieder geerdet

Lokalsport: Lintorf ist nach der Pleite wieder geerdet
Trainer Christian Beckers (grauer Pullover) ist nach der Pleite in Mettmann nicht am Boden zerstört - er setzt auf das Rückspiel gegen ME-Sport. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Der Tabellenführer weiß nun, dass das Leben als Spitzenreiter kein leichtes ist. Angermund spielt gegen den TV. Von Werner Möller

Von Trauer ist keine Spur erkennbar beim Handball-Verbandsligist TuS Lintorf. Der Tabellenführer musste in Mettmann seine erste Niederlage hinnehmen, musste erkennen, dass auch andere Mannschaften guten Handball spielen und dass der Tabellenführer immer und überall gejagt wird. Vor allem in fremden Hallen. Und nun steht erneut ein solches Auswärtsspiel an, es geht zur HSV Dümpten. Der Aufsteiger eroberte schnell Platz drei, mit drei Niederlagen in Folge schwächeln die Mülheimer zuletzt aber etwas.

Personell ist der Gegner gut besetzt: Neben Trainer Jan Kassens gibt es einige gute Akteure im Team wie Ex-Ratingen-Spieler Nico Helfrich, für den die SG eine Nummer zu groß war. In der Verbandsliga aber sollte den 21-jährigen Linkshänder keiner unterschätzen. Auch Philipp Peich und Mark auf'm Kamp sind körperlich sehr robust, sie können es diesen Lintorfern ganz schwer machen.

Es ist nur das Torverhältnis, das die Grün-Weißen an der Spitze hält. Dennoch gibt sich Trainer Christian Beckers gelassen: "Es ist nichts passiert, in Mettmann darf man verlieren. Es steht schließlich ein Rückspiel an. Dümpten habe ich mir kürzlich angeschaut. Ich muss sagen, das sind robuste Jungs, die dort auf dem Feld stehen." Er fährt mit Bestbesetzung in die Nachbarstadt (Sonntag, 17 Uhr, Boverstraße).

In Angermund steigt das immer interessante Verbandsligaderby des TVA gegen den TV Ratingen (Samstag, 18.15 Uhr, Walter-Rettinghausen-Halle). Die Gastgeber haben sich durch ihre imponierende Serie mit elf Punkten aus den letzten sechs Spielen Platz fünf erobert, die ersehnte Tuchfühlung zur Spitze ist hergestellt. Die muss verteidigt werden, zumal die Ratinger in dieser Saison in fremden Hallen wenig ausrichteten. Dennoch will Trainer Uli Richter nichts von einer Favoritenrolle wissen: "Wer Remscheid so klar aus seiner Halle schießt, der ist einfach gut." Die Langzeitverletzten Christoph Schreiber, Björn Thanscheidt und Marcel Stefke stehen erst im neuen Jahr zur Verfügung, ansonsten ist der Kader komplett.

Der TV Ratingen ist derzeit unberechenbar. Er lieferte bislang zwar drei Klassespiele ab - diese sechs Punkte bedeuten Platz zehn - aber er enttäuschte mehrfach grenzenlos. Trainer Ralf Trimborn: "Wir haben an der Konstanz gearbeitet. Mal sehen, wie es in Angermund aussieht."

Nervliche Belastung kann jedenfalls nicht für die Leistungsschwankungen geltend gemacht werden, die derzeitige Position beruhigt. Aber beim nördlichen Nachbarn ist die Rivalität groß. Es gibt auch keine Personalsorgen, denn Tristan Beckmann ist wieder fit, nur Niklas Vogel muss noch pausieren.

Quelle: RP
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