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Lokalsport
Lintorf lässt gegen Kettwig nichts anbrennen

Lintorf. Der Tabellenführer der Handball-Verbandsliga entscheidet das Spiel kurz nach der Pause - 29:19. Von Werner Möller

Der TuS Lintorf stellte erneut unter Beweis, dass er ein würdiger Spitzenreiter ist in der Handball-Verbandsliga. Auch der hoch eingeschätzte Nachbar TV Kettwig, mit dem es in der Regel immer ganz enge Spielverläufe gab, war ohne Chance. Die Lintorfer gewannen 29:19 (16:12) - der fünfte Sieg im fünften Saisonspiel.

Kettwigs Max Seidel, der einst mit beteiligt war am Höhenflug der SG Ratingen, saß mit Schulterproblemen nur unter den Zuschauern. Er regte sich nach dem Schlusspfiff, als die Lintorfer ihre Jubelarien vortrugen, erst einmal mächtig auf: "Wir wollen eigentlich jedes Spiel gewinnen, wir wollen Meister werden. Es kann keine Ausrede sein, dass hier in Lintorf zwei Stammspieler gefehlt haben. Der Rest ist stark genug, um das wegzustecken." Das freilich war nicht der Fall, auch wenn Kettwig in der Startphase nicht unerwartet ganz stark auftrumpfte. Plötzlich lag der TuS 08 8:10 und 9:11 zurück.

Trainer Christian Beckers reagierte umgehend mit einer Auszeit. Er machte seinen Schützlingen klar, dass nur mit schnellem Handball etwas zu holen ist. Dann folgte das wichtige 11:11 durch Niki Töpfer und 12:11 durch den eingewechselten Janis Löwenstein (24.). Da zeigte der 19-Jährige mit seiner wuchtigen Aktion, wie es weitergehen muss. Später ließ er noch drei weitere Treffer folgen.

Kurz vor dem Wechsel lag der TuS 15:11 vorne und es schmerzte kaum, dass Marvin Wettemann mit einem Siebenmeter am Kettwiger Keeper Florian Kundt scheiterte. Der hatte vorher schon zahlreiche Würfe von Niki Töpfer, Kevin Held und Tim Bauerfeld gemeistert. Lintorfs Manager Kalle Töpfer: "Den Florian hatte ich schon während meiner Trainerzeit bei Tusem Essen unter meinen Fittichen. Er hat sich jetzt noch weiter verbessert."

Nach der Pause waren die Lintorfer in ihrem Tatendrang nicht mehr zu bremsen. 21:12 hieß es nach 36 Minuten, die Punkte waren eingefahren. In der Endphase ließ Christian Beckers alle spielen, er gönnte auch dem 18 Jahre alten Keeper Laurits Gerdes sein Verbandsliga-Debüt. "Aber die Einsatzzeiten bekommen sie nicht geschenkt," sagt der 27 Jahre alte Trainer. "Es gibt keine Geschenke. Jeder Spieler muss sich alles im Training erkämpfen." Eine Ausnahme macht er nur bei Max Kronenberg. Der ist beruflich restlos überlastet und muss nur erscheinen, wenn es die knappe Zeit zulässt.

TuS 08: Töpfer (14 Paraden/ ab 52. Gerdes) - Friedrich, Ziebold 2, Bauerfeld 1, Haferkamp 2, Rose, Sossalla 3, Kronenberg 5/1, Held 3, Töpfer 3, Löwenstein 4, Wettmann 6/1, Ignarski. Zuschauer: 130

Quelle: RP
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