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Lokalsport
Lintorf mit starken Eigengewächsen

Lintorf. Der Kreisligist spielt mit vielen Nachwuchsspielern oben in der Tabelle mit. Von Werner Möller

Der Bezirksliga-Abstieg von Rot-Weiß Lintorf, der erste nach 52 Jahren, der tat dem Fußball-Klub ziemlich weh. Vier gestandene Stammspieler sagten der Jahnstraße "Ade": Kevin Löw, Burak Erdineli, Marin Bilobrk und Andy Lausberg.

Nun, vor der letzten Begegnung der Hinrunde in der Kreisliga A (gegen Ratingen 04/19 II am 21. November), sieht es eigentlich nicht trostlos aus beim Traditionsclub. Zuletzt feierte das Team zwei Siege, steht Platz sechs mit Lauerstellung zur Spitze: Dort hat Tusa 06 acht Punkte Vorsprung. Zufrieden ist auch Trainer Frank Sippli, für den es die zweite Trainersaison an der Jahnstraße ist: "Es ist doch klar - wenn die oben stehenden Mannschaften plötzlich schwächeln, dann wollen wir aus der Verfolgerrolle heraus nachrücken. Wir haben insgesamt vier Spiele verloren, zwei davon ganz ärgerlich. Das war vornean das 0:2 gegen Homberg und am Saisonanfang gegen Links. Beide daheim. Hätten wir diese Spiele gewonnen, wir wären nun ganz oben dran."

Man hat im Sommer umgedacht an der Jahnstraße. Mit dem Homberger Johannes Lanz kam nur ein renommierter Spieler dazu. Der 30-Jährige erfüllte auch alle Erwartungen, erzielte bisher neun Tore und ist damit bester Torschütze der gesamten Liga. Sonst wurden sechs eigene A-Junioren hochgezogen: Finn Schröder, Philipp Schultz, Robin Schwarzbach, Nico Wiilms, Sven Meyer und der noch verletzte Tom Cornesse, der aber in der Rückrunde ab dem 28. Februar wieder dabei ist, spielen in der ersten Mannschaft. Manager Daniel Ringel: "So wird der zukünftige RWL aussehen - mit möglichst vielen Spielern aus dem eigenen Jugendbereich."

Sebastian Kiesel leistete in Lintorf als A-Jugendtrainer über viele Jahre vorzügliche Arbeit. Als er im vergangenen Sommer amtsmüde wurde, konnten mit Marcel Weber und Alex Schweers zwei neue, tatendurstige Lizenztrainer verpflichtet werden. Deren neue A-Jugend ist Tabellenführer der Kreisklasse und erneut tauchen dort viele Talente auf. So Robin Möllering, Oliver Spelter, Laurenz Jochheim, Marian Heckhoff, Luca Mollenhauer, Jeremy Ropertz. Alles Ur-Lintorfer Jungs aus Lintorfer Familien. Es geht wieder aufwärts an der Jahnstraße.

Die RWL-Führung schaut nun aber zunächst auf den Lokalkampf nächsten Sonntag im Sportpark Keramag bei der 04/19-Reserve - dem Tabellenzweiten. "Ich habe größten Respekt, was dort bei den Ratingern bewegt wurde mit Manager Andre Schulz, mit Trainer Peter Köppen und dessen Assistent Jens Kampen", sagt Frank Sippli. "Und nun freuen wir alle uns auf dieses Spitzenspiel. Wahrscheinlich wird erst einmal nur der Sieger ganz oben dran bleiben."

Quelle: RP
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