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Lokalsport
Lintorf muss im "Bunker" bestehen

Lintorf. Die Halle des TSV Aufderhöhe ist in der Handball-Oberliga gefürchtet.

Erst einmal ist ganz großes Aufatmen angesagt beim Handball-Oberligisten TuS Lintorf. Denn Christoph Lesch, einer der wenigen routinierten Spieler beim Tabellenletzten, der kann heute Abend (19.15 Uhr, Uhlandstraße) völlig fit auflaufen im Kellerderby beim Vorletzten TSV Aufderhöhe. Lesch war umgeknickt zuletzt gegen Remscheid und konnte in der letzten Viertelstunde nicht mehr mitmischen. "Es ist nichts Ernsthaftes passiert", beruhigt Trainer Christian Beckers. "Christoph läuft wieder rund, er ist ja ohnehin richtig gut drauf."

Der Verlierer dieses Spiels jedenfalls hängt ernst einmal ganz unten drin. Das will keiner, die Lintorfer erst recht nicht. Beckers: "Unsere Vorgabe heißt Sieg. Egal wie." Aufderhöhe (2:8 Punkte) hat bisher einen Sieg geholt, daheim gegen Überruhr, und verfügt deshalb über einen Zähler mehr als die Lintorfer (1:9). Das Spiel der Solinger, deren "Bunker", so nennen alle Handballer die Aufderhöher Spielstätte, überall gefürchtet ist, steht und fällt mit ihrem Halblinken Florian Felder, bei ihm sind zweistellige Trefferzahlen völlig normal.

Den Außenspieler Mark Pfeiffer holten die Lintorfer von der ART. Aber eigentlich ist der 19-Jährige echter Lintorfer, er wohnt auch dort, nur ging er in der Jugend etwas auf Wanderschaft. Unter anderem zum TV Angermund, zur SG Ratingen und dann nach Rath. Der TuS 08 freilich blieb immer im Fokus und als Manager Kalle Töpfer in diesem Sommer bei ihm anklopfte, da ging alles ganz schnell über die Bühne. Senioren-Erfahrung bringt er mit von der ART, wo er bereits als A-Junior in der zweiten Mannschaft spielte.

Linksaußen ist seine Lieblingsposition, er kann aber auch als Rechtshänder rechts spielen. Das ist ganz wichtig für die Mannschaft, weil mit Christoph Lesch nur ein Linkshänder zur Verfügung steht. Wenn der also eine Pause benötigt, muss Pfeiffer oft rechts ran. "Ungern", wie er zugibt. "Aber die Mannschaft zählt, und nicht das, was der Einzelne so will."

Mark Pfeiffer befindet sich in Düsseldorf in der Ausbildung zum Physiotherapeuten. "Wir stehen in der Tabelle deshalb so weit unten, weil wir es bisher nur mit den Top-Gegnern zu tun hatten", ist er fest überzeugt. "Nun kommen die Gegner auf Augenhöhe. Schon in Aufderhöhe, wovon mir bisher wenig Gutes drüber erzählt wurde, da können wir zeigen, dass wir unten nicht hingehören."

Auch ihm wurde der "Bunker", er hat dort noch nie gespielt, als ganz heißes und schwer zu meisterndes Pflaster geschildert. Angst freilich kennt der Außenspieler nicht, dazu ist er viel zu selbstbewusst. Solche Typen benötigt man dringend im längst eingeläuteten Abstiegskampf des TuS Lintorf.

(wm)
 
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