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Lokalsport
Lintorf verliert das nächste Spitzenspiel

Ratingen. Gegen die SG Überruhr erleidet der TuS beim 23:25 (11:13) den dritten Punktverlust in Folge. Die Tabellenspitze ist vorläufig weg. Die Niederlage war nicht unverdient. Von Erdinc Özcan-Schulz

Mit der 23:25(11:13)-Niederlage gegen die SG Überruhr verpasste TuS Lintorf die Gelegenheit, die vergangene Woche an die Essener verlorene Verbandsliga-Tabellenführung zurück zu erobern. Die Niederlage gegen Spitzenreiter Überruhr ist an sich nichts Verwerfliches, zumal die TuSler die Begegnung auf Augenhöhe führten und bis zur letzten Sekunde um einen Punkt kämpften. Doch nach dem tollen Saisonstart mit 14 Punkten in sieben Spielen konnte in keinem der drei Spitzenspiele gewonnen werden. Im Gegenteil, mit nur einem Zähler ist die Ausbeute der Grün-Weißen dürftig und ließ nach dem Abpfiff bei Anhang und Teilen der Mannschaft Zweifel aufkommen, ob man wirklich da oben hingehört.

"Wir haben ja nie den Anspruch erhoben, dass wir die Liga von der Tabellenspitze aus beherrschen müssen", sagte TuS-Trainer Christian Beckers, der vor allem mit den Schiedsrichtern haderte. "Da wurden Schrittfehler gepfiffen, die keine waren. Genauso wie sie Stürmerfoul gegen uns pfeifen, aber dem Essener eine Strafe geben", sagte er. Wesentlich emotionsloser und zutreffender sah Beckers' Mittelfeldakteur Marvin Wettemann die Angelegenheit: "Man kann nicht alles auf die Schiedsrichter schieben. Sie hatten ihre Linie und haben konsequent gepfiffen. Wir müssen die Fehler bei uns suchen."

Tatsachlich verpasste der 22-Jährige mit seinen Nebenleuten mehrfach, die Partie an sich zu reißen. Gegen die offensive Deckung der SGÜ taten sich die Lintorfer sehr schwer. Wettemanns und Christoph Leschs vergebene Siebenmeter, auch wenn Lesch im Nachwurf noch zum 4:6 (17.) traf, verstärkten eher die Verunsicherung im Angriff. Torhüter Tobias Töpfer verhinderte mit seinen drei Paraden, dass die Gäste noch weiter davon zogen als 4:8(21.). Erst mit der Einwechslung von Kevin Held, Mathis Friedrich und Max Kronenberg kamen die Gastgeber bis auf 8:9 heran. Nach dem 11:13-Rückstand zur Pause glich Lintorf durch Kronenberg und Held schnell zum 14:14 aus und konnte endlich die Zuschauer hinter sich bringen.

Zum Leidwesen Beckers, schafften seine Schützlinge es nicht, einen kühlen Kopf zu behalten. Zunächst konnten sie eine Überzahlsituation beim 19:22 (46.) nicht zu ihrem Vorteil nutzen. Als Stefan Sosalla wegen einer dummen Zeitstrafe wegen meckern auf die Bank musste, zogen die Gäste vorentscheidend auf 20:24 davon. Das wieder herankommen machte die Partie zwar wieder spannend, war gegen die cleveren Gäste aber nichts weiter als Ergebniskosmetik. "Mit drei Spielen mit je 23 Treffern sind wir mit unserem Spiel natürlich nicht zufrieden. Daran werden wir weiter arbeiten", analysierte ein mittlerweile sachlicher Beckers, der sich schon auf den nächsten Gegner fokussierte. Schließlich will er mit seinem Team das Jahr mit einem Sieg beenden.

Lintorf: T.Töpfer, Gerdes (ab 50.Minute) - Friedrich (2), Ziebold, Bauerfeld (1), Rose, Sosalla (2), Lesch (3), Kronenberg (7), Held (5), N.Töpfer, Löwenstein, Wettemann (3), Kropp

Quelle: RP
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