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Lokalsport
Lintorf vor Spitzenduell mit Mettmann

Ratingen. Der Tabellendritte der Handball-Verbandsliga trifft auf den Zweiten - und schielt immer noch auf den Titel. Von Werner Möller

Die letzten sechs Spieltage der Handball-Verbandsliga sind eingeläutet und die sind an Dramatik kaum noch zu überbieten. Sowohl der TuS Lintorf als Tabellendritter als auch der TV Angermund, der Fünfte, können Meister werden. Aber beide können auch, sofern sie am Ende nicht unter den ersten dünf sind, alles in Sachen "Aufstieg in die neue Oberliga" in den Sand setzen.

Die Lintorfer erwarten den Nachbarn und Tabellenzweiten Mettmann Sport. Da brennt am Samstag die Halle am Breitscheider Weg (18 Uhr), rechtzeitige Anfahrt ist ratsam. Mettmann gewann das Hinspiel 24:23 und nun ist auch der direkte Vergleich von größter Bedeutung. Die Gäste kommen mit dem besten Angriff der Liga und Lintorfs Trainer Christian Beckers schiebt ihnen deshalb auch die Favoritenrolle zu: "Wenn die Mettmanner einmal ihren Lauf haben, sind sie nicht zu bremsen. Hier könnte schon der Schlüssel des Spielausgangs liegen." Also ist seine Hintermannschaft gefordert und sie ist die beste der Liga. Da prallen die Meister ihres Fachs aufeinander.

Mettmann stürmt ungemein wuchtig mit den Schierweit-Brüdern Jan und Tim, mit den Rückraum-Torjägern Andre Loschinski, Tim Wittenberg und Linkshänder Sven Ehlhardt. Solche Kaliber hat Lintorf nicht. Es geht hier nur über die Schnelligkeit und die zweite Welle. Auf den Außen ist der TuS 08 mit Niklas Töpfer rechts und links Sven Held etwas überlegen. Welcher Trainer hat das bessere Konzept - Mettmanns Jürgen Tiedermann oder Christian Beckers? Dieser Spielausgang kann schon eine Vorentscheidung erbringen im Kampf um den Meistertitel. Zumal es bei Tabellenführer Überruhr danach ausssieht, als würde das Team aufgrund seiner ständigen Heimpleiten jetzt nachlassen.

Der TV Angermund rutschte nach der Heimpleite gegen Remscheid auf Platz fünf ab. Der Druck beim Sonntagabend-Gastspiel (17 Uhr, Boverstraße) in Dümpten ist dadurch gewaltig. Das Hinrunden-Heimspiel bedeutete für den TVA beim 28:22 keine Probleme, aber da verfügte Dümpten nicht über die Bestbesetzung. "Wir werden es jetzt mit einem viel stärkerem Gegner zu tun haben", sagte Trainer Uli Richter. "Dümpten schlug einige Teams von ganz oben und unseren fünften Platz derzeit müssen wir noch verbessern. Der bedeutet keine Oberliga-Garantie. In Dümpten zählt deshalb nur der Sieg." Es geht in Bestbesetzung über die Ruhr.

Die HG Remscheid ist die Mannschaft der Stunde. Seit zehn Spielen ist der Ex-Oberligist unbesiegt und damit die beste Rückrunden-Mannschaft. Keeper Christoph Seher, der baumlange Linkshänder Andre Niese und der erfahrene Pole Jacek Krajnik können ein Abwehrspiel aufziehen, das sich nur schwerst überwinden lässt. Und das muss am Samstagabend der TV Ratingen versuchen, der in Remscheid aufzeigen will, dass auch er zum Besten gehört, was die Liga bietet.

"Klar, die Trauben hängen hoch", sagt Trainer Ralf Trimborn, der immer noch etwas davon träumt, Platz fünf zu holen. "Zwölf Punkte sind noch zu vergeben", sagt der 49-jährige Wuppertaler. "Was noch alles möglich ist, wird dieses Remscheid-Spiel aufdecken." Mit dabei erstmals seit Monaten ist Max Beckmann. Der TV gewann das Hinspiel 32:25, gut also für den direkten Vergleich, wenn dieser am Ende zählen sollte.

Quelle: RP
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